Arbeitsrecht

Manteltarifvertrag: Ver.di und Produzentenallianz einigen sich

Die Zeit der zähen Verhandlungen hat ein Ende: die Produzentenallianz und ver.di haben einen Neuabschluss des Manteltarifvertrages, Gagentarifvertrages und Tarifvertrages für Kleindarsteller vereinbart.

Mit dem Neuabschluss seien nun die flexiblen Arbeitszeiten von bis zu 13 Stunden pro Drehtag, die für den Produktionsstandort Deutschland unverzichtbar seien, gesichert worden, so die Meldung der Produzentenallianz. Natürlich werde für Arbeitszeiten, die über die 10. Stunde hinaus gehen, erhebliche Zuschläge gezahlt werden.

© Maria.P.-Fotolia

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Flexible Arbeitszeitregelung

Aufgrund rückläufiger Budgets trotz steigender Kosten seien immer mehr Produktionen auf lange Drehtage angewiesen, die flexiblen Arbeitszeitregelungen sollen nun den gestiegenem Effizienzdruck entgegenkommen, so die Meldung weiter.

Nichtsdestotrotz müssen generell angemessene Produktionsbudgets gewährleistet oder wieder eingeführt werden. An dieser Stelle sei sowohl die Politik gefragt, aber auch das Ausgabe- und Budgetierungsverhalten der Sender müsse überdacht werden. Nur mit adäquaten Budgets bleibt auf Dauer Kino- und Fernsehproduktion in Deutschland möglich, so die Meldung weiter.

Tarifvertrag für mindestens 21 Monate

Der jetzt abgeschlossene Tarifvertrag läuft über den Zeitraum von zumindest 21 Monaten und bestimmt ab dem 1.7.2014 eine Erhöhung um 2,2 %, und ab dem 1.1.2015 eine weitere Erhöhung um 2.5 %, der zunächst bis Ende März 2016 keine weitere Erhöhung folgen wird.

Dass der Abschluss deutlich unter dem gerade vereinbarten Abschluss für den öffentlichen Dienst, vor allem aber auch deutlich unter dem Abschluss für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk liege, sei der angespannten und sehr schwierigen Situation der deutschen Film- und Fernsehproduktionswirtschaft geschuldet, so die Meldung der Produzentenallianz weiter.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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