Arbeitsrecht

HDF und ver.di einigen sich in Tarifverhandlungen

Der HDF Kino e. V., der größte nationale Kinoverband, und  ver.di konnten sich in der vierten Verhandlungsrunde am 24. August 2011 erfolgreich auf einen neuen Tarifvertrag einigen. Die Laufzeit des neu verhandelten Vertrags beginnt rückwirkend am 01. Mai 2011 und dauert bis zum 31. Dezember 2014. In vier Stufen werden die Tarife bis Ende 2013 jährlich um rund 3% erhöht, was durch „aufeinander aufbauende Erhöhungen durch Festbeträge und prozentuale Steigerungen erreicht wird“, so die Pressemitteilung von ver.di.

Nach Ansicht der HDF Kino erhalten die Kinobetriebe durch die lange Vertragslaufzeit Planungssicherheit in der Digitalisierungsphase bei moderaten Entgelteffekten.

Die in der Vergütungstabelle (Stand 27. Januar 2009) im Anhang zum Bundestarifvertrag aufgeführten Monatsgehälter, Stundenlöhne, Zulagen und die Auszubildendenvergütungen werden wie folgt angepasst:

 

Die Stundenlöhne erhöhen sich in der Ortsklasse S

am 01. Oktober 2011 um 0,25 €

am 01. Oktober 2012 um 0,25 €

am 01. Juli 2013 um 2 %

am 01. Juli 2014 um 2 %

 

Die Stundenlöhne erhöhen sich in der Ortsklasse B

am 01. Oktober 2011 um 0,20 €

am 01. Oktober 2012 um 0,18 €

am 01. Juli 2013 um 2 %

am 01. Juli 2014 um 2 %

 

Dazu kommt im Oktober 2011 eine Einmalzahlung in Höhe von 150 € (Ortsklasse S) bzw. 120 € (Ortsklasse B), sowie ab 2013 höhere Zulagen (zum 01. Juli 2013  und zum 01. Juli 2014, je 2%) und eine auf 745 € erhöhte Jahressonderleistung. Auch die Ausbildungsvergütungen erhöhen sich analog zu den Erhöhungen in der Ortsklasse S. Zur Beratung des Abschlusses haben die Tarifparteien eine Widerspruchsfrist bis zum 16.09.2011 vereinbart.

Am 10. Juni war die dritte Verhandlungsrunde gescheitert, in Folge dessen die UCI-Kinowelt aus der tarifgebundenen Verbandsmitgliedschaft ausgetreten ist. Bereits am 28. Juni konnte in den Haustarifverhandlungen mit der UCI-Kinowelt eine Einigung erreicht werden.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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