Arbeitsrecht

Anspruch auf Verringerung Arbeitszeit

Ein Arbeitnehmer hat unter bestimmten Voraussetzungen einen gesetzlichen Anspruch auf Verringerung der Arbeitszeit gegen seinen Arbeitgeber. Bei der Geltendmachung kann er den Verringerungswunsch unter den Vorbehalt stellen, dass der Arbeitgeber auch einem bestimmten Verteilungswunsch zustimmt. Äußert der Arbeitnehmer jedoch im Rahmen der Erörterung mit dem Arbeitgeber einen bestimmten Verteilungswunsch, so ist er hieran gebunden und kann diesen später nicht einseitig abändern. So entschied das BAG in einem Rechtsstreit, welchen eine Rechtsanwaltsfachangestellte mit dem Wunsch führte, ihre Arbeitszeit auf 33 Wochenstunden zu reduzieren unter gleichzeitiger Festlegung auf bestimmte Arbeitszeiten. Die Klage wurde vom BAG deshalb abgewiesen, weil die Arbeitnehmerin während des Prozesses mehrfach ihren Verteilungswunsch änderte (BAG, Urteil vom 24.06.2008, AZ 9 AZR 514/07).

Nicola Simon ist Fachanwältin für Arbeitsrecht. Sie hat sich sowohl auf die Beratung der Arbeitnehmer, als auch der Arbeitgeber und Betriebsräte spezialisiert. Seit 2008 ist sie Referentin beim Medien- und Gründerzentrum.

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