Kündigungsschutzklage – wir helfen Ihnen!

Im beruflichen Alltag lassen sich Konflikte zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer nicht immer vermeiden. Das letzte Mittel ein Arbeitsverhältnis einseitig zu lösen ist die Kündigung. Kündigt ein Arbeitgeber ein laufendes Arbeitsverhältnis, gewährt das Kündigungsschutzgesetz dem gekündigten Arbeitnehmer die Möglichkeit die Kündigung gerichtlich überprüfen zu lassen. Der gekündigte Arbeitnehmer kann nach einer erfolgten Kündigung also eine Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht erheben, um, die Unwirksamkeit der Kündigung feststellen zu lassen.

Kurze Fristen

Der Arbeitnehmer muss innerhalb von drei Wochen nach Zustellung der Kündigung eine Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht einreichen. Nach Ablauf der dreiwöchigen Frist regelt das Kündigungsschutzgesetz, dass die Kündigung als wirksam zu betrachten ist. Ein gekündigter Arbeitnehmer hat dann nur noch die Möglichkeit nachzuweisen, dass die Frist unverschuldet versäumt wurde.

Ziele einer Kündigungsschutzklage

Die Zielrichtung der Einleitung gerichtlicher Schritte der gekündigten Arbeitnehmer unterscheidet sich in der Praxis. Einerseits gibt es Kläger, die ihren Job behalten wollen und deswegen die gerichtliche Feststellung anstrengen, dass die Kündigung unwirksam sei und das Arbeitsverhältnis zukünftig fortbestehen müsse. Teilweise streben Arbeitnehmer daher die Kündigungsschutzklage an, um letztlich eine möglichst hohe Abfindung im Güteverfahren zu erzwingen. Es muss bedacht werden, dass in einem Fall der Weiterbeschäftigung das Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer oftmals zerrüttet und das Arbeitsverhältnis entsprechend angespannt sein wird.

Ablauf einer Kündigungsschutzklage

Wird ein Arbeitnehmer gekündigt und bewertet die Kündigung als unwirksam, muss er die Kündigung vor dem zuständigen Arbeitsgericht überprüfen lassen. Nach Eingang der Klageschrift wird regelmäßig innerhalb von 2 Wochen eine Güteverhandlung stattfinden. In dieser Güteverhandlung wird versucht eine einvernehmliche Lösung zu finden. Im Regelfall werden die Parteien über die Möglichkeiten eines Abfindungsvergleiches sprechen. Dieser bewirkt, dass das Arbeitsverhältnis beendet wird und der ehemalige Arbeitnehmern eine Abfindung erhält. Die Höhe der arbeitsrechtlichen Abfindung im Falle eines Vergleichs ist  nicht gesetzlich geregelt und  letztlich Verhandlungssache. Erfahrungsgemäß spielen die Dauer der Betriebszugehörigkeit und das letzte Bruttomonatsgehalt die größten Rollen bei den Verhandlungen. Kommt es in der Güteverhandlung zu keiner Einigung oder lehnt der gekündigte Arbeitnehmer die Unterzeichnung eines Abfindungsvergleichs ab, wird die Güteverhandlung als gescheitert bewertet. In einem folgenden Schritt wird dann ein Gerichtstermin vor dem Arbeitsgericht festgelegt. In dieser Verhandlung wird dann über Beendigung oder Fortbestand des Arbeitsverhältnisses entschieden.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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