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Zulassen von unberechtigten „KK-Anträgen“ zur Änderung der Domain-Daten kann Schadensersatzanspruch gegen Provider begründen

Ein Provider ist zu Sicherheitsvorkehrungen, welche das Stellen einer Vielzahl von unberechtigten Anträgen der Domain-Daten verhindern, verpflichtet. Dies geht aus einem Urteil des OLG Frankfurt a.M. vom 19.05.2010 (Az.: 6 U 65/09) hervor.

Der Kläger war im konkreten Fall Halter von einer Vielzahl von Domains, Beklagter ein Provider. Der Beklagte stellte für seine Kunden zahlreiche sogenannte „KK-Anträge“ zur Änderung von Domain-Daten an die DENIC. Der Kläger widersprach diesen „KK-Anträgen“, jedoch stellte der Beklagte weiter „KK-Anträge zur Änderung der WHOIS-Daten.

Der Kläger machte geltend, durch die Vielzahl der „KK-Anträge“ des Beklagten in seinem Recht auf einen eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb verletzt worden zu sein. Der beklagte Provider sei Täter dieser Handlung und müsse somit gegenüber dem Kläger auf Schadensersatz haften. Es sei dem Beklagten zumutbar, seinen Betrieb darauf auszurichten, nur zulässige „KK-Anträge“ durchzuführen.

Quelle: Urteil des OLG Frankfurt, 19.05.2010 – 6 U 65/09

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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