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Zeitungsverleger fordern Sonderregelung beim Mindestlohn

Der Mindestlohn sorgt derzeit für reichlich Diskussionsstoff. Jetzt hat sich auch der Bundesverband Zeitungsverleger zu Wort gemeldet.

Die Zeitungsverleger fordern eine Sonderregelung für die Tagespresse, um die Rolle der Zeitung für die politische Meinungs- und Willensbildung zu erhalten.

© svort Fotolia

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Der frühere Bundesverfassungsrichter Udo di Fabio hatte für den BDZV ein Gutachten über die Folgen des Mindestlohns erstellt. Darin kam er zu der Erkenntnis, dass sich die Wirtschafts- und Sozialpolitik des Gesetzgebers auf die wirtschaftlichen Grundlagen der Pressefreiheit auswirke, so die Meldung des BDZV. Es sei nämlich nicht zu leugnen, dass sich die Tagespresse heutzutage gegenüber Internet und öffentlich-rechtlichen Rundfunk behaupten müsse.

Das Problem seien vor allem die Zeitungsauslieferer. Sollte der Mindestlohn auch für die Zeitungsbranche kommen, könnten rund zwei Millionen Haushalte – insbesondere in den ländlichen Gebieten – nicht mehr zu betriebswirtschaftlich abbildbaren Konditionen mit Zeitungen beliefert werden, so die Meldung BDZV.

Dies würde 13 Prozent der gesamten Zeitungsauflage betreffen. Die Umstellung auf ein Mindestlohnmodell würde im Vergleich zum derzeitigen Stücklohn eine Mehrbelastung von 225 Millionen Euro bedeuten, so die Meldung weiter. Der BDZV hob hervor, dass die Mehrzahl der Zusteller Minijobber seien, die ohnehin nur begrenzt dazuverdienen dürften.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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