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ZDF-Fernsehrat will transparenter werden

Nach der Kritik an der mangelnden Staatsferne der ZDF-Gremien soll nun der Fernsehrat des Zweiten Deutschen Fernsehens transparenter – mit Hilfe des Internets.

Unter www.fernsehrat.zdf.de sollen künftig die detaillierten Informationen zum Gremium noch weiter ausgebaut werden, so die Meldung des Senders. Seit März 2013 kann man auf der Seite Informationen zum Fernsehrat einsehen. Künftig soll dort auch der „Tätigkeitsbericht des Intendanten“ zu finden sein, mit dem ZDF-Intendant Bellut das Gremium über die laufende Arbeit des ZDF informiert. Die Tagesordnungen der Sitzungen, das Beschlussprotokoll sowie den Beschwerdebericht, der die laufende Programmbeschwerden zusammenfasst, sind bereits online veröffentlicht.

© Martin Schumann - Fotolia.com

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Transparenz ist wichtiges Thema

Der Fernsehratsvorsitzende Ruprecht Polenz sagte dazu: „Transparenz ist für den Fernsehrat ein wichtiges Thema. Das hat auch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum ZDF-Staatsvertrag gezeigt, das ein hohes Maß an Transparenz eingefordert hat.“

Die Zusammensetzung des Fernsehrats ist auf der Seite nachzuvollziehen, eine interaktive Anwendung gibt weitere Informationen über die einzelnen Mitglieder. Auch die Höhe der Aufwandsentschädigungen ist dort einsehbar, so die Meldung des ZDF weiter.

Zahl der Politiker bleibt vorerst bestehen

Nach Angaben von Spiegel Online bleibt jedoch die Anzahl der Politiker im Fernsehrat erstmal bestehen. Diese Entscheidung obliege jedoch nicht dem Gremium. Es sei nun an den entsendenden Ländern, bis zum 30. Juni 2015 die Forderungen des Gerichts umzusetzen. Bis dahin sei der Fernsehrat „legitim im Amt und arbeite auf einer klaren Rechtsgrundlage“, so ein Sprecher des ZDF gegenüber Spiegel Online.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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