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Wie viel Feuerwerk ist erlaubt?

Je lauter und bunter, desto schöner. Für die meisten von uns gehören Feuerwerke zu Silvester wie das Kölsch zum Karneval. Viele unterschätzen jedoch die Gefahr, die von den Feuerwerkskörpern ausgehen kann. Dies gilt insbesondere für solche, die im Ausland besonders günstig erworben wurden. Der Gesetzgeber sieht strenge Vorschriften für den Kauf und das Abfeuern der Böller vor.

Feuerwerk ist nicht gleich Feuerwerk

Beim Kauf von Feuerwerkskörpern muss danach unterschieden werden, ob es sich um Feuerwerkskörper der Klasse I (Knallbonbons, kleine Bodenkreisel, Knallerbsen, Tischfeuerwerk) oder der Klasse II (Raketen, Sonnenräder, kleine Feuertöpfe, Römische Lichter, Böller) handelt. Feuerwerkskörper der Klasse II dürfen nur ausnahmsweise in der Silvesternacht abgefeuert werden. Und das auch nicht überall! In der Nähe von Krankenhäusern und Kirchen ist das Abfeuern von Feuerwerkskörpern jedweder Art nicht gestattet. Auch kann es ortsbezogene Verbote geben, wenn an manchen Plätzen die Gefahr, dass Feuer ausbricht besonders groß ist. Der Verkauf dieser Feuerwerkskörper ist zudem nur an Personen, die über 18 Jahre alt sind, gestattet.

Abfeuern nur zu bestimmten Anlässen und Zeiten

Das Abfeuern der Feuerwerkskörper der Klasse II ist grundsätzlich nur über 18-jährigen in der Zeit zwischen dem 31. Dezember um 00:00 und dem 1. Januar um 24:00 erlaubt. Die genauen Zeiten können jedoch zwischen den Gemeinden und Städten leicht abweichen. Der Verkauf ist grundsätzlich erst ab dem 29. 12 erlaubt. Ausnahmsweise einen Tag früher, wenn der 29. 12 auf einen Sonntag fällt. In Sonderfällen kann eine besondere Genehmigung erteilt werden und von diesen zeitlichen Regelungen abgewichen werden. Ein solcher Sonderfall ist zum Beispiel eine Hochzeitsfeier.

Die Feuerwerkskörper der Klasse I sind bereits über 12-jährigen Kindern erlaubt. Wer unter 12 ist, muss gänzlich auf das Abfeuern von Feuerwerkskörpern verzichten.

Ein Verstoß gegen diese Regelungen kann ein hohes Bußgeld von bis zu 50.000 Euro nach sich ziehen.

Wer haftet im Schadensfall?

Grundsätzlich gilt, dass immer derjenige haftet, der den Schaden auch verursacht hat. Eltern haften für ihre Kinder, wenn sie ihre Aufsichtspflicht verletzt haben.

Wichtig: Feuerwerkskörper sollten nicht im Ausland oder auf Flohmärkten gekauft werden. Diese entsprechenden meist nicht den erforderlichen Sicherheitsstandard. Sichere Ware erkennt man am Prüfsiegel des „BAM“ (Bundesamt für Materialforschung und Materialprüfung) oder des Siegels „CE“(Kennzeichnung nach EU-Recht).

 

 

 

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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