Allgemein

Werbung mit älteren Testergebnissen der Stiftung Warentest für aktuelle Produkte verstößt gegen Wettbewerbsrecht

Das Landgericht Rostock hat entschieden, dass der Verbraucher durch die Werbung mit älteren Testergebnissen in die Irre geführt werden kann.


In dem vorliegenden Verfahren klagte der Bundesverband der Verbraucherzentrale gegen ein Molkereiunternehmen, welches ältere Testergebnisse mit dem Qualitätsurteil `SEHR GUT` der Stiftung Warentest als Werbung für aktuelle Produkte verwendet hatte. Dabei erfolgte kein Hinweis darauf, dass es sich bei den nunmehr beworbenen Produkten um Produkte aus einer anderen Charge als den getesteten Produkten handelt.

Das Landgericht Rostock hat in seinem Urteil vom 12.11.2010, AZ: 3 O 221/10 entschieden, dass es sich um irreführende Werbung handelt, wenn Testergebnisse der Stiftung Warentest aus dem Jahr 2004 als Werbung für aktuelle Produkte verwendet werden. Es ist eine Abweichung der Produktionsbedingungen der tatsächlich getesteten Produkte von den nunmehr beworbenen Produkten vorhanden, da nicht angenommen werden kann, dass Produkte aus 2010 unter den gleichen Bedingungen wie Produkte aus dem Jahr 2004 hergestellt und erzeugt worden sind. Dies ist nach Feststellung des Gerichtes irreführend und wettbewerbswidrig.

Quelle:

Verbraucherzentrale Bundesverband, Urteile zum Verbraucherrecht, Urteil Landgericht Rostock AZ: 3 O 221/10

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Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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