Allgemein

Werbender Zusatz „akut“ bei Medikamenten setzt schnelle Wirkungsweise voraus

Nach Ansicht des LG München I (Urteil vom 15.12.2009, Az.: 17092/09) muss ein Medikament, das mit dem Zusatz „akut“ beworben wird, nachweisbar schnell wirken.Dem Urteil lag ein Rechtsstreit zugrunde, in dessen Rahmen die Klägerin monierte, dass das Medikament gegen Sodbrennen trotz der Werbeaussage „akut“ erst nach einem Tag wirke und insofern eine Irreführung der Verbraucher vorliege. Nachdem das beklagte Pharmaunternehmen selbst vortrug, das Medikament wirke nach 1,5 bis 3 Stunden, bejahte das Landgericht Münden I eine Irreführung, da bei der Verwendung des Begriffes „akut“ eine Wirkung innerhalb von 20 Minuten bis zu einer Stunde erwartet werde. Insofern sei der Zusatz „akut“ für den Verbraucher irreführend.

Quelle: http://rsw.beck.de/rsw/shop/default.asp?docid=295160&docClass=NEWS&site=Beck%20Aktuell&from=HP.10

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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