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„Weissensee“-DVD-Auswertung vor TV-Ausstrahlung: Ziegler weist Kritik zurück

Mit der Serie „Weissensee“ hat die ARD einen Überraschungserfolg gelandet. Nun soll die zweite Staffel an den Start gehen – und zwar erst auf DVD und dann im TV. Eine Entscheidung, die Kritik in der Medienpolitik hervorruft. Produzentin Regina Ziegler wehrt sich dagegen.

Die Vermarktungsstrategie der zweiten Staffel der Serie „Weissensee“ ist in der Tat ungewöhnlich: Bereits am 15. März erscheint die DVD-Edition, die Erstausstrahlung im Fernsehen ist für September 2013 geplant. Der sächsische Medienpolitiker und Chef der Staatskanzlei Johannes Beermann (CDU) übte Kritik an dieser Strategie und forderte, dass das, was der ARD-Zuschauer bezahle, auch zuerst in der ARD gesendet werde.

Gegenüber der WAZ sagte die Produzentenin Regina Ziegler zu den Vorwürfen: „Wenn die ARD etwas zu 100 Prozent bezahlt, dann kann sie damit machen, was sie will. Aber wenn sich Produzenten am Budget beteiligen, müssen sie die Möglichkeit haben, ihr Geld zurückzuverdienen. Das ist hier der Fall.“

Normalerweise sei das Auswertungsverfahren zwar umgekehrt, jedoch geschehe es hin und wieder, dass erst die DVD veröffentlicht werde und dann eine TV-Ausstrahlugn erfolge. In diesen Fällen wirke der vorgezogene DVD-Verkauf wie eine Art Trailer, in Österreich habe man mit diesem Prinzip trotzdem bei der Fernsehsausstrahlung hohe Einschaltquoten erzielt, so Ziegler gegenüber der WAZ.

Geplant war die Ausstrahlung von „Weissensee“ bereits für Herbst 2012, nun ist sie auf September 2013 verschoben. Für Ziegler ist dies auch ein Grund für die vorgezogenen DVD-Auswertung. Sie müsse darauf achten, dass sie ihre Investition zurückverdiene. „Und das wird umso schwerer, je später die TV-Ausstrahlung stattfindet. Denn ich zahle für mein Geld Zinsen. Je länger je mehr“, so die Produzentin gegen der WAZ.

Nach Angaben der ARD handele es sich bei diesem Fall nur um eine Ausnahme, so eine ARD-Sprecherin gegenüber der HAZ.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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