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vzbv kritisiert Versteigerung von Rundfunkfrequenzen

Die Bundesnetzagentur will im 2. Quartal 2015 Rundfunkfrequenzen versteigern. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) sieht dadurch die Weiterentwicklung des digitalen Fernsehens und die flächendeckende Versorgung gefährdet.

Betroffen von der Versteigerung sind unter anderem die 700 MHz-Frequenzen, die derzeit noch vom Rundfunk für DVB-T genutzt werden.

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Fortbestand des günstigen Antennenfernsehens bedroht

Der Referent für Telekommunikation beim vzbv Ilja Braun kommentierte das Vorhaben: „DVB-T ist ursprünglich als das Überall-Fernsehen beworben worden. Durch die geplante Versteigerung ist der Fortbestand des kostengünstigen Antennenfernsehens bedroht.“

Einige Frequenzen, die bislang für das digitale Fernsehen vorgesehen waren, werden bei der Auktion für die mobile Internetnutzung versteigert. Die Umstellung auf den qualitativ hochwertigen DVB-T2-Standard soll dann erheblich beschleunigt werden, so die Meldung des vzbv weiter.

„Viele Verbraucher, die sich erst vor wenigen Jahren DVB-T-fähige Endgeräte gekauft haben, werden diese nicht mehr nutzen können und benötigen neue“, betont Braun.

Zusätzliche Kosten

Weil die privaten Rundfunkanbieter ihre Programme in DVB-T2 nur verschlüsselt ausstrahlen wollen, kommen zusätzliche Kosten auf den Verbraucher zu. Zudem müssen auch neue Geräte angeschafft werden, da DVB-T2 auf einem neuen technischen Standard beruhen.

Um Geld zur Finanzierung des Breitbandausbaus zu beschaffen drängt die Bundesregierung auf die Versteigerung. Nach Ansicht der Verbaucherschützer werden die Erlöse dafür aber nicht ausreichen. Eine vorschnelle Auktion auf Kosten der Rundfunkversorgung sei die falsche Antwort auf die Herausforderungen, Verbraucherinnen und Verbraucher flächendeckend mit Internet zu versorgen, so die Meldung weiter.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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