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Trotz Streit: Tagesschau-App für Grimme-Online-Award nominiert

Obwohl die außergerichtliche Einigung zwischen Verlegerverbänden und den Öffentlich-Rechtlichen gescheitert sind und der Streit wieder vor Gericht geht, wurde die „Tagesschau-App“ für den Grimme-Online-Award in der Kategorie Information nominiert.

Das Grimme-Institut begründete die Nominierung folgendermaßen: „Die App der Tagesschau ermöglicht kompakt und anschaulich einen stets aktuellen Einblick in das Nachrichtengeschehen. Alle Beiträge werden in hoher inhaltlicher und technischer Qualität für eine mobile Nutzung übersichtlich aufbereitet, für Eilmeldungen gibt es eine zusätzliche Push-Funktion. So spricht diese App auch andere Zielgruppen an als das klassische Fernseh- und Internet-Angebot – unter Beibehaltung der Seriösität und Zuverlässigkeit der ‚Marke Tagesschau‘.“

Döpfner: Politik muss handeln

Doch auch wenn das Grimme-Institut die App als preiswürdig erachtet, der Streit um die Anwendung geht weiter. Nun hat sich Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender des Axel Springer Verlags, zu Wort gemeldet und die Politik zum Handeln aufgefordert. Nach Angaben des Medienmagazins „kress“ sagte Döpfner: „Ich glaube, dass nach dem Scheitern der Gespräche mit der ARD nun die Politik dieses Thema mit hoher Priorität aufnehmen und einen fairen Wettbewerb schaffen muss.“ Nach Ansicht Döpfners müsse nun dafür gesorgt werden, dass die öffentlich-rechtlichen Sender nicht weiter in den Bereich des Zeitungsjournalismus expandieren, so der Bericht weiter.

BR-Intendant Wilhelm: „Es ist nicht mehr viel, was streitig ist“

BR-Intendant Ulrich Wilhelm zeigte sich weiterhin zuversichtlich, dass es doch noch zu einer außergerichtlichen Einigung zwischen Sendern und Verlegerverbänden kommen könnte. „Es ist nicht mehr viel, was streitig ist“ sagte Wilhelm laut Angaben von „Digitalfernsehen.de“. Allerdings sei der zu erzielende Kompromiss auch „keine Kleinigkeit“, so die Meldung weiter.

Am 19. Juli 2012 sehen sich die Vertreter der Verleger und der Sender vor Gericht wieder.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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