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Traumschiff-Dreharbeiten können Reisemängel sein

Die Dreharbeiten für die ZDF-Serie „Das Traumschiff“ können einen Reisemangel darstellen, so ein Urteil des AG Bonn.

Seit über drei Jahrzehnten durchquert das ZDF-Traumschiff die Weltmeere und lockt mit seinen Geschichten vor exotischer Kulisse bei jeder Folge Millionen von Zuschauern vor die Bildschirme. Gedreht wird daher natürlich nicht im Studio sondern auf einem echten Kreuzfahrtschiff. Doch nicht alle Reisenden sind über die Nähe zu den TV-Stars erfreut, wie nun ein Urteil des Amtsgerichts Bonn beweist (Amtsgericht Bonn, Aktenzeichen: 111 C 423/15).

© Martin Schumann - Fotolia.com

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„Neues“ Traumschiff seit 2015

Seit 1999 wurde das Traumschiff immer auf der MS Deutschland gedreht, bis der Ozeanriese 2015 Insolvenz anmelden musste. Als neue Kulisse wurde dann die MS Amadea ausgesucht.

Ein Berliner Ehepaar hatte eine Kreuzfahrt auf der MS Amadea gebucht. Das Paar fühlte sich jedoch von den Beeinträchtigungen, die durch die Dreharbeiten entstanden, gestört. Zudem seien sie im Vorfeld nicht über die stattfindenden Dreharbeiten informiert worden. Von daher klagte das Ehepaar auf Preisminderung.

Das Bonner Amtsgericht sprach dem Ehepaar nun eine Rückzahlung von 1022,76 Euro zu. Alle Passagiere sollten jederzeit alle Freizeitmöglichkeiten nutzen können, so die Richter. Weil das Promenadendeck teilweise abgesperrt wurde, könne in diesem Fall von einem Reisemangel gesprochen werden, so die Richter laut Informationen von Spiegel Online. (COH)

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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