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Tarifverhandlungen Tageszeitung ergebnislos unterbrochen

Auch nach Runde neun ist keine Einigung in Sicht: Die Tarifverhandlungen für rund 14.000 Redakteure der Tageszeitungen sind ohne Ergebnis unterbrochen worden.

Reaktion DJV

Nach Angaben des Deutschen Journalisten-Verbandes habe die Verlegerseite eine schrittweise Absenkung der Jahreseinkommen der Redakteure von derzeit 13,75 auf nur noch 13,5 Gehälter in einem Zeitraum von fünf Jahren gefordert. Für Berufsneueinsteiger solle diese Regelung schon in diesem Jahr gelten, ebenso wie für Redakteure aus Norddeutschland. Kürzungen beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld sollen diese Reduzierungen ermöglichen.

© svort Fotolia

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Zum 1. April 2014 sollten die Gehälter um zwei Prozent steigen, sowie weitere zwei Prozent zum 1. Mai 2015. Die Laufzeit des Gehaltstarifvertrags sollte bis 31. Januar 2016 dauern, so die Meldung des DJV weiter.

DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring betonte, dass man während der zwölfstündigen Verhandlungen intensiv über akzeptable Varianten verhandelt habe, die den Weg zu einem Tarifabschluss geebnet hätten. „Selbst bei niedriger Teuerungsrate bedeutet das unterbreitete Angebot jedoch ein Minus im Jahreseinkommen“, so Döhring. Da es selbst bei Zugeständnissen der Gewerkschaften nicht möglich gewesen sei, zu einem gangbaren Lösungsansatz zu kommen, habe es keinen Sinn gemacht, weiterzuverhandeln, so Döhring laut der Meldung des DJV weiter.

Zwar seien die Tarifverhandlungen  noch nicht gescheitert, „aber weitere Verhandlungen machen erst dann wieder Sinn, wenn die Verleger begreifen, dass wir über bessere und nicht schlechtere Tarifverträge verhandeln wollen“, so Döhring.

Reaktion BDZV

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) betonte, dass man mit der tabellenwirksamen Erhöhung von zwei Mal zwei Prozent über eine 30-monatige an „den Rand des wirtschaftlich Vertretbaren gegangen“ sei, so die Meldung des BDZV. Leider sei es bei aller Kompromissbereitschaft jedoch nicht gelungen, die für die Verleger wichtigen strukturellen Fragen zu einem Konsens mit den Gewerkschaften zu bringen, so die Meldung des BDZV weiter.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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