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Tarifverhandlungen: Annäherung zwischen Verlegern und Journalisten

Bei den Tarifverhandlungen Tageszeitungen ist es in der achten Verhandlungsrunde zu einer ersten Annäherung zwischen den Journalisten und Verlegern gekommen.

Beide Seiten werten das Gespräch als entscheidende Annäherung und wichtigen Schritt für weitere Gespräche.

© svort Fotolia

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BDZV

„Wir haben Missverständnisse ausgeräumt und erstmals in unterschiedlichen Modellen für eine Tarifeinigung, die die Regionalisierungsproblematik einschließt, gedacht“, so der Verhandlungsführer des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Georg Wallraf.

DJV

DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring betonte, man habe wichtige Elemente für die neuen Tarifverträge benennen können. So habe der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger beispielsweise seine Forderung nach Absenkung des Weihnachtsgelds für längerfristig erkrankte Redakteure zurückgezogen, so die Meldung des DJV.

Das Thema Regionalisierung habe man aber nicht abschließen können, so Döhring weiter. Die Verleger wollen dabei die Einkommensentwicklung der Journalisten an die regionale Kaufkraft der Region koppeln.

Allerdings seien Gehalts- und Honorarerhöhungen für die Verleger im Rahmen der Teuerungsrate vorstellbar gewesen, so die Meldung des DJV weiter.

Integration der Onliner

Eine Integration der Onliner in die Tarifverträge, wie der DJV sie fordert, sei ebenfalls denkbar und könne möglicherweise in mehreren Schritten erfolgen. Dennoch sei man von einem Tarifabschluss noch ein „gutes Stück entfernt“, so Döhring laut der Meldung des DJV. „Aber die Verleger haben endlich ihre Blockadehaltung an den Haken gehängt und den konstruktiven Weg eingeschlagen.“ Das sei nur durch die Entschlossenheit hunderter Kolleginnen und Kollegen gelungen, die sich in den letzten Wochen an Warnstreiks für faire Tarifverträge beteiligt hätten, heißt es in der Meldung des DJV. Nach Ansicht des BDZV gebe es jedoch angesichts der Annäherung in den bisher sehr unterschiedlichen Standpunkten keinen Grund für weitere Streikmaßnahmen.

Die Tarifverhandlungen sollen wie geplant am 26. März in Berlin fortgesetzt werden.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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