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SWR-Personalrat befürwortet Jugendkanal

Der Streit um den gemeinsamen Jugendkanal geht weiter. Jetzt hat sich der SWR-Personalrat für das Projekt ausgesprochen.

Eigentlich sollte es ein Vorzeigeprojekt werden: der gemeinsame trimediale Jugendkanal von ARD und ZDF. Doch das Projekt gerät immer mehr zum Zankapfel.

Hier finden Sie Informationen zum Jugendmedienschutz

Bildnachweis: 2 girls and a boy at the laptop | Ingo Bartussek | Fotolia

Bellut für Jugendkanal – wenn KEF Personalmehraufwand anerkennt

Erst kürzlich hatte ZDF-Intendant Thomas Bellut gesagt, dass sich das ZDF nur an dem Projekt eines trimedialen Jugendangebots beteiligen werde, wenn die KEF den dafür erforderlichen Personalaufwand anerkenne.

560 Stellen bis 2020 einsparen

Das ZDF muss bis 2020 voraussichtlich insgesamt rund 560 FTE (Full Time Equivalents) abbauen, allerdings rechne man nach ersten Planungen mit einem Personalbedarf von mindestens 30 FTE für den Jugendkanal.

Man könne von daher den Mitarbeitern kaum vermitteln, dass zusätzlich Stellen eingespart werden müssten, um das neue Jugendangebot auf die Beine zu stellen, so Bellut.

ZDF-Personalrat gegen Jugendkanal

Aufgrund der strikten Sparpläne hat der ZDF-Personalrat den Jugendkanal abgelehnt, da der Jugendkanal Mehrbelastungen für ZDF-Mitarbeiter bedeuten würde. „Wer 562 Stellen einspart, lässt nicht den geringsten Spielraum für zusätzliche Aufgaben wie einen Jugendkanal“, betonte der Personalratsvorsitzende Andreas Wolf in einem Flugblatt.

SWR-Personlarat spricht sich für Jugendkanal aus

Der SWR-Personalrat hat sich nun für das gemeinsame Projekt ausgesprochen. Der SWR ist bei dem Projekt federführend für die ARD. So heißt es in einer Stellungnahme: „Nur die anhaltende Akzeptanz in allen Gesellschaftsschichten sichert die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und der damit verbundenen Arbeitsplätze.“

Ebenfalls wie ZDF-Intendant Bellut sieht der SWR-Personalrat es als unabdinglich, dass die KEF den Mehrbedarf an Personal anerkennt. Zugleich kritisiert die SWR-Personalvertretung die unzureichende finanzielle Ausstattung der Rundfunkanstalten, die nicht nur beim ZDF, sondern auch beim SWR und anderen ARD-Sendern zu einem massiven Stellenabbau führe, so die Meldung weiter.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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RSSKommentare (1)

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  1. DJKaito [Mobile] sagt:

    auch wenn es einen jugendkanal gäbe würde würde er bestimmt nur mit Dokusoaps voll sein… Wenn schon der Kika zum Schatten seiner selbst geworden ist will ich mir einen juka nich vorstellen

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