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Studio Babelsberg rechnet 2011 mit operativem Verlust

Für das Geschäftsjahr 2011 erwartet die Studio Babelsberg AG einen operativen Verlust – und das, obwohl zwei große internationale Kinoproduktionen umgesetzt wurden. Die unerwartete, schlechte Ergebnisentwicklung liege an der geringeren Auslastung der Studios und der drehbegleitenden Servicebereiche im zweiten Halbjahr, so die Meldung der Studios.

Die Realisierung einzelner Filmprojekte sei entscheidend für die Umsatz- und Ertragsentwicklung des Studios, doch aufgrund des weltweiten Produktionsrückgangs von Filmprojekten mit Budgets zwischen 25-50 Mio. Euro gestalte sich das Marktumfeld schwierig. Zudem haben viele Länder attraktive Filmfördermodelle eingeführt oder ausgeweitet, wodurch es schwierig sei, sich als Produktionsstandort durchzusetzen.

Man habe mit mindestens einer weiteren ausstattungsintensiven Produktion für das zweite Halbjahr 2011 gerechnet, die aber ausblieb. Zudem führte die in 2008 getätigte Investition in den Dark Castle Fonds im laufenden Geschäftsjahr nicht zu der erhofften Erhöhung der Grundauslastung, so die Meldung weiter.

Im ersten Halbjahr 2011 wurden u. a. die Filme „Rubbeldiekatz“ von Detlev Buck, „Zettl“ von Helmut Dietl sowie „Hansel and Gretel: Witch Hunters“, eine Auftragsproduktion des US-Major-Studios Paramount Pictures in Babelsberg realisert. Momentan drehen Tom Tykwer und Andy und Lana Wachowski die X-Filme Produktion „Cloud Atlas“ in Babelsberg.

In 2010 erzielte Studio Babelsberg mit insgesamt fünf internationalen Produktionen, darunter Roland Emmerichs „Anonymus “ und Paul W.S. Andersons „Die drei Musketiere „, einen Gewinn. Für 2012 geht der Vorstand aber von einer positiveren Entwicklung aus.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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