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Studie: Mobile Internetnutzung steigt

Ende letzter Woche wurde die diesjährige Allensbacher Computer- und Technik-Analyse (ACTA 2011) des Instituts für Demoskopie Allensbach vorgestellt. Zentrales Thema in diesem Jahr ist dabei die mobile Internetnutzung, die in den letzten beiden Jahren sprunghaft gestiegen ist.

17% der deutschsprachigen Bevölkerung im Alter von 14 bis 69 Jahren, dies entspricht ca. 10 Millionen Personen, nutzen mobile Geräte wie Smartphone oder Tablet-PCs um ins Internet zu gehen. Im vergangen Jahr waren es knapp 10%. Weitere 15% planen konkret ein Smartphone zu kaufen. Nach Angaben der Studien sind die Mehrzahl der mobilen Internetnutzer männlich (64%), davon sind 44% unter 30 Jahren und mit überdurchschnittlichem Einkommen. Auch hat ein überproportionaler Anteil der User einen höheren Bildungsabschluss ( 39% Hochschulreife). Insgesamt nimmt das Interesse an mobiler Internetnutzung mit zunehmendem Alter ab, so ein weiteres Ergebnis der Studie.

Die E-Mail-Kommunikation steht an der Spitze der mobilen Nutzung: 74 % der mobilen Internetnutzer schreiben und empfangen E-Mails auf ihren Geräten. Wetterinformationen (53%) und Kartennutzung oder Navigation (48%) folgen auf den weiteren Plätzen.

Tablet-PCs ebenfalls auf dem Vormarsch

Die Nutzung von Tablets wächst nach Ergebnissen der Studie kontinuierlich. Insgesamt 25% der Befragten wünschen sich ein Tablet, bei 20% der mobilen Internetuser und immerhin bei 7% aller Befragten bestehen konkrete Kaufpläne. Insgesamt nutzen Tablet-Besitzer onlinebasierte Entertainmentangebote wie Filme und Musik etwas häufiger als die mobilen Internetnutzer mit Smartphones. 64% der Tablet-PC-Besitzer nutzen ihr Gerät täglich. Insgesamt 11 % der Bevölkerung, das entspricht 6,3 Millionen Personen, haben schon einmal Apps auf ihre Handheld-Geräte geladen.

Generell hält sich die Zahlungsbereitschaft für Inhalte aufgrund der Gewöhnung an kostenlose Angebote in Grenzen. Mobile Internetuser sind aber durchschnittlich eher bereit, für einen Service zu zahlen. 36% der mobilen Internetuser und 30% der Internetuser insgesamt wären bereit, für E-Mails zu zahlen. Damit steht der E-Mail-Dienst ganz oben auf der Liste von Inhalten, für die User zahlen würden. Für Videos würden 8% aller Internetuser und noch 13% der Nutzer von mobilen Endgeräten bezahlen, bei Games liegen die Zahlen bei 6% bzw. 11%. Im Vergleich zu 2010 ist einzig im Bereich Internet-TV und sozialen Netzwerken die Zahlungsbereitschaft gestiegen, ansonsten sind die Zahlen in diesem Bereich gegenüber denen des Vorjahres rückläufig.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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