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SPIO veröffentlicht Daten Filmstatistisches Jahrbuch 2013

Die Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO) hat ihr Filmstatistisches Jahrbuch 2013 veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass die Zahl der deutschen Filme sowie die Zuschauerzahlen in deutschen Kinos steigen.

2012 haben insgesamt 241 deutsche Dokumentar- und Spielfilme das Licht der Leinwand erblickt, ein Jahr zuvor waren es noch 205 Filme. Auch bei den Besucherzahlen konnte man ein Plus vermelden, mehr als 135 Millionen Kinotickets wurden 2012 verkauft, das entspricht einer Steigerung von 4,2 %. Der Umsatz der deutschen Filmverleiher ist 2012 zudem um rund 9% auf insgesamt 430 Millionen Euro gestiegen, so die Meldung der SPIO. Eine Kinokarte kostete 2012 im Durchschnitt 7,65 Euro (plus 3,5%).

© Maria.P.-Fotolia

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Manuela Stehr, Präsidentin der SPIO, zeigte sich erfreut über das Ergebnis: „Dass wir den Zuschauer im Übergang zu mehr und mehr digitalen Nutzungsmöglichkeiten nicht verlieren, sondern ihn mitnehmen und begeistern, macht uns durchaus ein bisschen stolz.“

Urheberrecht stärken

Dennoch müsse, gerade im Zuge der Digitalisierung, das Urheberrecht weiterhin gestärkt werden: „Wir fordern wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen, die den Ausbau unseres digitalen Filmgeschäfts auch gewährleisten und unsere Investitionen auf sichere Füße stellen“, so Stehr.

Digitalisierung schreitet voran

Die Digitalisierung ist generell ein wichtiges Thema im Jahrbuch: Ende 2012 waren bereits 68% der 4.617 deutschen Leinwände digitalisiert, wiederum 53% davon mit 3D-Ausstattung. Einer Umfrage des Hauptverbandes Deutscher Filmtheater zur Folge geht man davon aus, dass die Digitalisierung Ende 2013 abgeschlossen ist.

Video-On-Demand wächst

Aber auch der Video-On-Demand-Sektor wächst. 2012 ist der Umsatzanteil mit VoD-Angeboten beim Gesamtumsatz der Videoprogrammanbieter auf 7,3 Prozent (2011: 4,6 Prozent) gestiegen. Der Gesamtumsatz des Videomarkts beläuft sich auf 1,71 Milliarden Euro.

Marktanteil deutscher Filme dennoch gesunken

Doch auch wenn 2012 mehr deutsche Filme produziert wurden, der Marktanteil deutscher Filme im Kino ist gesunken. Waren es 2011 noch 22%, konnte der deutsche Film 2012 nur 18% Marktanteil verbuchen Zum Vergleich: US-Produktionen hatten 2012 einen Marktanteil von 61% (2011: 60%).

Im Free-TV feierten 2012 100 Filme ihre Free TV-Premiere, 2011 waren es noch 116. „Mit großer Sorge sehen wir den Rückgang des Marktanteils deutscher Filme im Kino, ihre nachlassende Präsenz im Free TV, die ein schwindendes Interesse der TV-Sender am deutschen Kinofilm befürchten lassen“, so Manuela Stehr. Und weiter sagte sie: „Wir zählen darauf, dass sich die Sender wieder stärker zum deutschen Kinofilm bekennen, mit attraktiven Sendeplätzen und fairen Lizenzzahlungen für die Filme.“

Herstellungsbudgets gesunken

Auch die Herstellungsbudgets sanken im vergangenen Jahr. Kostete 2011 ein deutscher Spielfilm durchschnittlich 4,9 Millionen Euro, waren es 2012 nur 4,8 Millionen Euro, so die Meldung der SPIO weiter.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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