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Schulen aus Texas wollen Schüler überwachen

Zwei Schulen aus Texas wollen ihre Schüler via Chip in den Schulausweisen überwachen. So können sie einsehen, wo sich welcher Schüler auf dem Schulgelände befindet. Bürgerrechtler kritisieren dieses Pilotprojekt zu Recht. Es ist mit einem erheblichen Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht der Schüler verbunden.

Überwachung auf dem Schulgelände

Der Peilsender soll nicht nur die rund 6290 Schüler vom Schwänzen abhalten – er soll dem Schulbezirk in San Antonio auch finanziell nützlich sein. 15 Dollar soll der neue Schulausweis kosten. Wer seinen Ausweis verliert, muss einen neuen kaufen. Nach einer hohen Investition in die Technik selbst, erhofft sich der Bezirk konstante jährliche Einnahmen. Außerdem bekommt er zusätzlich Geld vom Staat: anwesende Schüler bedeutet höhere Zuschüsse.

 

Der Chip im Schülerausweis zeigt die Schüler nur innerhalb des Schulgeländes an. So kann bei Abwesenheit  überwacht werden, ob die Schüler den ganzen Tag geschwänzt haben, sich nur verspätet haben oder gerade im Krankenzimmer liegen. Sprecher des Bezirks, Pascual Gonzalez, erklärt, dass die Schulen dadurch sicherer gemacht werden sollen. Die Technik soll dabei helfen, den Erwartungen der Eltern gerecht zu werden. Denn die wollen, dass die Schulen immer wissen, wo ihre Kinder sind.

 

Grenzen werden überschritten

Datenschützer wie auch Eltern halten nichts von dem Projekt. Vielmehr sollen die Kinder durch guten Unterricht dazu gebracht werden, in der Schule anwesend zu sein. Kirsten Bokenkamp, Sprecherin der Amerikanischen Bürgerrechtunion in Texas, sieht in der Überwachungstechnik eine wachsende Gefahr für die Kindesentführung, etwa wenn Kriminelle das System hacken.  Viele Eltern sehen in dem Projekt eine Grenzüberschreitung. Die Amerikanische Bürgerrechtsunion hat bereits vor einigen Jahren an einer anderen Schule in Kalifornien erfolgreich gegen ähnliche Projekte geklagt.

 

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