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Scheitert „Germany’s Gold“ doch an Kartellamts Bedenken?

Das gemeinsame Videoportal „Germany’s Gold“ von ARD und ZDF könnte an den Bedenken des Bundeskartellamts scheitern.

Gegenüber dem Branchenmagazin W&V äußerte sich Alexander Coridaß, Geschäftsführer von ZDF Enterprises: „Als Investor in Programmrechte liegt unser vitales Interesse in der Vermarktung. In der Rolle des Betreibers einer rein technischen Plattform sehen wir uns nicht.“

 

 © Benjamin-Duda-Fotolia

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Im März diesen Jahres hatte das Bundeskartellamt Kritik an dem geplanten Online-Portal von ARD und ZDF geäußert. Man habe wettbewerbliche Bedenken, da ARD und ZDF als Unternehmer und Wettbewerber auftreten würden. Zudem entstehe aufgrund der gebührenfinanzierten Produktion von Inhalten eine “erhebliche Wettbewerbsverfälschung”.

Allerdings räumte das Kartellamt damals ein, dass wenn die beteiligten Sender das Geschäftsmodell einer gemeinsamen Vermarktung aufgeben würden und das Vorhaben auf den Betrieb einer rein technischen Plattform beschränkt werden würde, wettbewerbliche Bedenken ausgeräumt werden könnten.

Momentan sei das Bundeskartellamt mit den beteiligten Unternehmen in Gesprächen. Weitere Schritte wolle man von den Einschätzungen des Bundeskartellamts abhängig machen. Diese wolle man auf ihre wirtschaftliche Machbarkeit prüfen, und dann entscheiden, ob man „Germany’s Gold“ noch an den Start bringen wolle, so Coridaß gegenüber W&V.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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