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RTL-Drittsendezeiten: NLM verzeichnet zehn Bewerber

Bei der Vergabe der „Sendezeit für unabhängige Dritte“ im Programm von RTL sind nach Angaben der Niedersächsischen Landesmedienanstalt  (NLM) Bewerbungen von zehn Anbietern eingegangen. 

Laut Rundfunkstaatsvertrag muss ein Sender mit einem durchschnittlichen Zuschaueranteil von mehr als 10 Prozent (womit ein hoher Einfluss auf die Meinungsbildung gegeben ist), einen Ausgleich schaffen. Dies kann u. a. durch die Bereitstellung von Sendezeit für unabhängige Drittanbieter im Programm geschaffen werden. Momentan gibt es bei den beiden bundesweiten Vollprogrammen RTL und Sat.1 solche Drittsendezeiten.

RTL ist nach einem Beschluss der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) verpflichtet, Drittsendezeiten im Umfang von 180 Minuten pro Woche einzuräumen, so die Meldung der NLM weiter.

Ausgeschrieben wurden zwei Sendeschienen. Die erste Sendeschiene umfasst dabei 105 Sendeminuten zu folgenden Zeiten:

a) Sonntag 22:15 – 23:00 Uhr: 45 Minuten

b) Dienstag 00:30 – 01:00 Uhr: 30 Minuten

c) Mittwoch 22:15 – 22:45 Uhr: 30 Minuten

Beworben für die 1. Sendeschiene haben sich laut Meldung der NLM folgende Antragsteller:

•    DCTP Entwicklungsgesellschaft für TV Programm mbH, Düsseldorf

•    Focus TV-Produktions GmbH, München

•    Hanni Banni Film GmbH, Düsseldorf

Die 2. Sendezeitschiene umfasst 75 Minuten pro Woche an folgenden Terminen:

a) Montag 23:30 – 00:00 Uhr: 30 Minuten

b) Samstag 09:15 – 09:45 Uhr: 30 Minuten

c) Samstag 09:45 – 10:00 Uhr: 15 Minuten

Hierfür bewerben sich folgende Antragsteller:

•    Aust Media GmbH, Armstorf

•    AZ Media TV GmbH, Hannover

•    fernsehbüro GmbH, Berlin

•    LAMBDA Stories & News GmbH i. Gr., Köln

•    MedienKontor Potsdam GmbH, Potsdam

•    META productions Gesellschaft für Film- und Fernsehproduktion mbH, Berlin

•    Verein für Jüdische Medien und Kultur München e. V., München

Nach der Prüfung der Zulassungsfähigkeit werde man versuchen, mit RTL eine einvernehmliche Auswahl zu treffen. Sollte man sich nicht einigen können, richte sich das weitere Verfahren nach § 31 Abs. 4 RStV, so die Meldung des NLM weiter.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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