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rbb plant massiven Umbau des Programms

2011 musste der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) einen Rückgang der Marktanteile von -0,7% gegenüber des Vorjahres verzeichnen, der Gesamtmarktteil im Sendegebiet lag bei 6,1%. Die genauen Gründe für den Zuschauerschwund wisse man nicht, aber man habe beschlossen, das Image des Senders zu verändern.

Nun wurde bekannt, dass der rbb das eigene Programm grundlegend umbauen werde und auch bewährte Formate überarbeitet werden sollen, so ein Bericht von Spiegel Online. So werde z. B. die Polit-Talkshow „Klipp & Klar“ Mitte des Jahres abgesetzt – nur ein Teil eines weitreichenden Programmumbaus. Gegenüber Spiegel Online sprachen Mitarbeiter des Senders von einem „nie dagewesenen Kahlschlag“.

Vorgesehen in der neuen Sendestruktur ist eine eigene Programmfarbe für jeden Wochentag. Dienstag sollen künftig Dokumentationen ihren Platz erhalten, am frühen Samstagabend wolle man Reportagen senden, am späten Donnerstagabend solle ein „Innovationsplatz“ für neue Formate geschaffen werden, so die Informationen von Spiegel Online.

Vor allem Service-Sendungen fallen der Neuorientierung zum Opfer, die Sendung „Die Jury hilft“, in der rbb-Ombudsfrau Tatjana Jury sich für Zuschauerbelange einsetzt, falle weg, die Service-Sendung „was! Wirtschaft Arbeit Sparen“ solle auf 30 Minuten gekürzt werden und sich wöchentlich mit der Regionalsendung „Klartext“ abwechseln.

Die weitreichenden Neuprogrammierungen werden intern kritisch betrachtet, da viele am Verbraucher orientieren Formate gestrichen werden, so Spiegel Online. Ausserdem könne man das ohnehin schon kleine Stammpublikum verprellen.

Gegenüber Spiegel Online wollte RBB-Sprecher Justus Demmer die Pläne noch nicht bestätigen: „Wir arbeiten am Programm, aber wir reden erst mit den betroffenen Redaktionen und den Gremien, bevor wir die Öffentlichkeit informieren.“

 

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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