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ProSiebenSat.1 schließt 2011 mit Rekordergebnis ab

Die ProSiebenSat.1 Group kann – wie erwartet – auf ein rekordträchtiges Geschäftsjahr 2011 zurückblicken. Das Unternehmen konnte seinen Konzernumsatz gegenüber 2010 um 6,0% auf 2,756 Milliarden Euro steigern, so die Angaben des Unternehmens.

Das recurring EBITDA stieg um 7,4% auf 850 Millionen Euro, der bereinigte Jahresüberschuss aus dem fortgeführten Geschäft nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter sei um 12,4% auf 309,4 Mio Euro gestiegen. Unter Berücksichtigung der nicht-fortgeführten Aktivitäten erwirtschaftete der Konzern insofern einen bereinigten Jahresüberschuss von 685,3 Mio Euro (2010: 357,2 Mio Euro), so die Meldung.

Ebenfalls steigern konnte das Unternehmen seine Zuschauermarktanteile in nahezu allen Märkten. SAT.1, ProSieben, kabel eins und sixx kamen zusammen auf ein Anteil von 28,9% (+0,4% gegenüber 2010) in Deutschland.

Zudem konnte die ProSiebenSat.1 Group ihre Netto-Finanzverschuldung um 39,8% auf 1,818 Milliarden Euro verringern. (Vorjahr: 3,021 Mrd Euro). Der Verschuldungsgrad ist ebenfalls zurückgegangen und liegt mit einem Wert von 2,1 im definierten Zielkorridor von 1,5 bis 2,5 (Vorjahr: 3,3), so die Meldung weiter.

Thomas Ebeling, Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat.1 Group, sagte dazu: „2011 war ein weiteres Rekordjahr für ProSiebenSat.1. Die gute Umsatzdynamik der ersten drei Quartale haben wir im Schlussquartal beibehalten. Dadurch konnten wir auf Jahressicht unsere Zielmarke beim recurring EBITDA deutlich übertreffen und das Nettoergebnis überproportional steigern.“

Vier-Säulen-Strategie rechnet sich

Mit der neuen „Vier-Säulen-Wachstumsstrategie“, die sich in die Bereiche „Deutschsprachiges Fernsehen“ (Broadcasting German-speaking), „Broadcasting International“, „Neue Medien und verwandte Bereiche“ (Digital & Adjacent) und „Produktion und weltweiter Vertrieb von Inhalten“ (Content Production & Global Sales) gliedert, will ProSiebenSat.1 nach eigenen Angaben bis 2015 den Umsatz um 750 Millionen Euro gegenüber 2010 steigern. Von dem angestrebten Ziel habe man bereits rund 25% erreicht, so die Meldung weiter.

Der Umsatz sei dabei in allen vier Segmenten gestiegen. Im Bereich „Broadcasting German- speaking“ habe man einen Umsatz von 1,903 Milliarden Euro erzielt und so den Vorjahreswert um 2,7% bzw. 49,8 Millionen Euro übertroffen. Im TV-Werbemarkt lag die Entwicklung der Netto-Werbeeinnahmen auf Marktniveau. Zudem habe sich die Neuverhandlung von Distributionsverträgen mit verschiedenen Kabelnetzbetreibern positiv ausgewirkt.

Im Segment „Broadcasting International“ sei vor allem durch die skandinavischen TV-Sender – konkret Norwegen und Dänemark – der Umsatz gestiegen: Insgesamt erhöhte sich der Segmentumsatz um 12,4% auf 565,2 Millionen Euro (2010: 502,8 Millionen Euro), so die Meldung weiter.

Die Säule „Digital & Adjacent“ konnte dank des innovativen Geschäftsmodells „Media–for-Revenue-Share“ bzw. „Media-for-Equity“ ebenfalls wachsen. Dabei stellt die ProSiebenSat.1 Group Start-Up-Unternehmen Werbezeit gegen eine Umsatz- und/oder Unternehmensbeteiligung zur Verfügung. Auch das Onlineportfolio trug zum Wachstum bei, insgesamt wuchs der Umsatz in diesem Segment um 9,8% auf 254,3 Millionen Euro (2010: 231,5 Millionen Euro). Bereinigt um die Schließung von 9Live zeigte der Umsatz eine Wachstumsrate von 28,7 Prozent auf 237,6 Mio Euro (Vorjahr: 184,6 Mio Euro).

Im Bereich „Content Production & Global Sales“, konnte man 33,7 Millionen Euro umsetzen (+149,6% bzw 20,2 Millionen Euro), so die Angaben von ProSiebenSat.1.

2012: Wachstum im Bereich „Neue Medien“

Für diese Jahr erwarte man aufgrund einer exklusiven Games- Partnerschaft mit Sony Online Entertainment vor allem im Bereich „Digital & Adjacent“ eine Umsatzsteigerung im Entertainmentsegment. In der Säule „Content Production & Global Sales“ plane man gemeinsam mit der Red Arrow Entertainment Group in den wachstumsstarken asiatischen TV-Markt einzusteigen und eine Dependance in Hong Kong zu eröffnen.

 

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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