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Produzentenallianz und ARD beschließen Leitlinien für Transparenz und Antikorruption

Die ARD setzt ihren neu eingeschlagenen Kurs für mehr Transparenz weiterhin fort. Nun hat sie gemeinsam mit der Produzentenallianz Leitlinien für mehr Transparenz und gegen Korruption beschlossen.

Beide Seiten haben sich darauf geeinigt, auch künftig hochwertige Programminhalte zu angemessenen und marktgerechten Preisen herzustellen, so die gemeinsame Meldung von ARD und Produzentenallianz. Ein besonderes Augemerk gilt dabei aber der Vorbeugung von Korruption. Man wolle sich beispielsweise künftig bei Verdachtsmomenten sofort informieren.

© Martin Schumann - Fotolia.com

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Jährlicher Produzentenbericht

Ein jährlicher Produzentenbericht, in dem Aufwendungen für Auftrags-, Co- und Lizenzproduktionen dokumentiert werden, soll zudem für mehr Transparenz sorgen.

Der ARD-Vorsitzende und NDR Intendant Lutz Marmor betonte dabei: „Die ARD und die Produzenten stehen gemeinsam für ein qualitativ hochwertiges Programm. Wir arbeiten erfolgreich zusammen. Dazu gehört auch ein vertrauensvoller und offener Umgang miteinander. Das heißt: Faire und realistische Preise sowie Transparenz bei den Aufwendungen. Gemeinsam müssen wir konsequent gegen Korruption vorgehen. Diese Grundsätze bekräftigen wir mit diesen Leitlinien.“

Der Vorsitzende des Gesamtvorstandes der Produzentenallianz, Alexander Thies, ergänzte: „Die ARD und die Produzentenallianz machen mit den neuen Leitlinien einen wichtigen Schritt hin zu mehr Transparenz: In dem künftig jährlich erscheinenden Produzentenbericht werden nicht nur die Programmstunden dargestellt, sondern auch die Aufwendungen der Sender nach Genres und für Auftrags-, Ko- und Lizenzproduktion. Man wird in Zukunft wissen, wie viel die ARD für die Erfüllung ihres Auftrags an Programmmitteln aufwendet. Außerdem geben wir uns mit den Leitlinien ein Verfahren, mit dem wir Unregelmäßigkeiten und Korruption bei jedem Verdacht früh bekämpfen können.“

Die Leitlinien von ARD und Produzentenallianz finden Sie hier.

Gerade unabhängige Produzenten hatten schon seit einiger Zeit mehr Transparenz bei der Vergabe von Produktionsaufträgen von den öffentlich-rechtlichen Sendern gefordert.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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