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Produzenten fordern höhere Etats für Digitalsender

Momentan stehen die Digitalsender von ARD und ZDF stark in der Kritik. Sowohl Ministerpräsident Kurt Beck, als auch der Privatsender RTL haben eine Reduktion bzw. komplette Aufgabe der Sender aufgrund geringer Zuschauerzahlen gefordert.

Nun hat sich die Sektion Dokumentation der Produzentenallianz in einer Pressemeldung zu der Thematik geäußert und sich für eine Weiterentwicklung des öffentlich-rechtlichen Programmangebots ausgesprochen. Die Digitalsender seien ein Platz, an dem Innovationen entwickelt werden können, die letztlich für das gesamte öffentlich-rechtliche Fernsehsystem von Bedeutung seien, heißt dort.

Problem sei aber nach Ansicht der Sektion die Unterfinanzierung der Digitalkanäle. Man sei dazu angehalten, Qualität zu niedrigen Preisen zu produzieren. „Wenn die Sender-Strategen von ARD und ZDF ihre Digitalkanäle vor allem als Billigsender und  Wiederholungsprogramme begreifen und nicht bereit sind, in Auftragsproduktionen mit sinnvollen Etats zu investieren, werden die Digitalkanäle nicht zu eigenständigen und publizistisch relevanten Sendern wachsen“, heißt es in der Meldung.

Insofern brauche man signifikant höhere Programmetats und angemessene Honorare für geleistete Arbeit, um dauerhaft erfolgreiche Programme herzustellen, die sich auf dem Markt behaupten können. Erst dann werden die Digitalkanäle im publizistischen Wettbewerb eine Chance haben, so die Meldung weiter.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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