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Privater Rundfunk: Medienanstalten legen Jahrbuch 2012/13 vor

Das Programmangebot des privaten Rundfunks ist im vergangenen Jahr, trotz des strukturellen Wandels im Medienbereich, weiter angestiegen, so ein Ergebnis des Jahrbuchs der Medienanstalten.

Dabei ist vor allem bei den großen deutschen Sendergruppen ein Anstieg von Spartenprogrammen, die sich auf spezielle Zielgruppen konzentrieren, zu verzeichnen, so die Meldung der Medienanstalten. Die Anzahl der bundesweiten Sparten- und Pay-TV-Programme ist im vergangenen Jahr von 112 auf 122 angestiegen.

© Martin Schumann - Fotolia.com

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Kostenpflichtige Online-Videoangebote auf dem Vormarsch

Zudem werden die kostenpflichtigen Online-Videoangebote immer wichtiger für die Sender. 2012 stieg der Gesamtumsatz der kostenpflichtigen Online-Videoangeboten gegenüber dem Vorjahr um 57% auf 123 Mio. Euro. Beide Entwicklungen seien klare Zeichen für einen Paradigmenwechsel weg vom linearen TV, hin zu diversifizierten Inhalteanbietern und individualisierter Mediennutzung, so die Meldung weiter.

Steigende Programmzahl

Insgesamt gibt es in Deutschland nun 421 Fernsehprogramme (Vorjahr 416). Dazu zählen neben TV-Vollprogrammen auch lokale TV-Sender. Im Radio ist die Zahl der Sender aufgrund der Digitalisierung auf 270 Programme gestiegen (Vorjahr 255), so Zahlen laut dem Jahbuch 2012/13 der Medienanstalten.

Medienpolitische Entwicklungen

Auch die Veränderungen in der Medienpolitik werden im Jahrbuch dokumentiert. Dazu gehören u. a. der Glücksspielstaatsvertrag, mit dem seit dem 1. Juli 2012 Werbung für konzessionierte Glücksspielangebote mit Erlaubnis der Glücksspielaufsicht möglich ist. Aber auch die Novelle des Medienkonzentrationsrechts des anstehenden Rundfunkänderungsstaatsvertrag oder Themen wie Barrierefreitheit oder inhaltliche Trnds wie Sricpted Reality werden im Jahrbuch betrachtet.

Die PDF-Version „Jahrbuch 2012/2013 – Landesmedienanstalten und privater Rundfunk in Deutschland“ ist hier abrufbar.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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