Allgemein

Premiere geht verstärkt gegen die illegale Nutzung ihres Angebots vor

Der Pay-TV Anbieter Premiere hat seit langem mit der zunehmenden illegalen Nutzung seines TV-Angebots zu kämpfen. Vor allem durch vorgerichtete Receiver ist es einer Vielzahl von Nutzern möglich, die Angebote ohne Entrichtung eines Entgelts zu nutzen. Jetzt hat Premiere vor dem LG Hamburg gegen einen Importeur von solchen „Free-To-Air- Receivern“ eine einstweilige Verfügung erwirkt.

Somit ist es dem Importeur nun unter Androhung eines Ordnungsgeldes untersagt diese Receiver zu verkaufen und ist zusätzlich dazu verpflichtet worden, die noch in seinem Besitz befindlichen Geräte an einen Gerichtsvollzieher auszuhändigen.Weiter ließ Premiere verlauten, nun auch jegliche Geschäfts- und Vertriebskontakte des Importeurs bis hin zum Endkunden zu verfolgen und gegen diese juristisch vorzugehen. Durch solche Receiver und die damit verbundene Möglichkeit der illegalen Nutzung des Premiere-Angebots hat das Unternehmen einen starken Rückgang der Abo-Kunden und einen damit einhergehenden empfindlichen Umsatzrückgang verzeichnet.In der Pressemitteilung von Premiere äußerte sich Hans Seger (Programm- und Technikvorstand) wie folgt: „Die Entscheidung des Landgerichts Hamburg ist für uns ein wichtiger Etappensieg im Kampf gegen den kriminell-organisierten Rechte-Diebstahl. Wir werden in unseren Bemühungen nicht nachlassen und solche Straftaten weiterhin konsequent und mit allen juristischen Mitteln verfolgen. Dabei nutzen wir nicht nur alle Möglichkeiten des Strafrechts aus, sondern wir werden all jene, die sich damit auf Kosten anderer bereichern wollen, zusätzlich noch mit empfindlichen Schadensersatzansprüchen zur Rechenschaft ziehen. Im Interesse unserer ehrlichen Abonnenten werden wir außerdem auch die Käufer dieser Receiver strafrechtlich zur Verantwortung ziehen. Die illegale Nutzung des Premiere Programms ist kein Kavaliersdelikt.“

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

Gefällt Ihnen der Artikel? Bewerten Sie ihn jetzt:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)