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Pornoseiten, Online-Shops und soziale Netzwerke beliebt bei deutschen Jugendlichen

Bei einer Auswertung der Nutzungsdaten der Kinderschutzfunktion ihrer Security-Software kam die Sicherheitsfirma Kaspersky Lab zu folgendem Ergebnis: Deutsche Jugendliche besuchen vor allem Pornoseiten, Online-Shops und soziale Netzwerke. Die der Statistik zugrunde liegenden Daten wurden zwischen dem 1. Januar und dem 15. Mai 2013 erfasst.

Vor allem Pornoseiten sind beliebt bei deutschen Jugendlichen © ferkelraggae-Fotolia

Vor allem Pornoseiten sind beliebt bei deutschen Jugendlichen © ferkelraggae-Fotolia

Laut Kaspersky habe sich die Statistik im Vergleich zum vorigen Jahr insbesondere deshalb deutlich verändert, weil jetzt nicht nur die Webseiten aufgenommen wurden, die Eltern für ihre Kinder blockiert hatten, sondern auch die Webseiten, die die Kinder und Jugendlichen tatsächlich besuchten.

Insgesamt 14 Webseiten-Kategorien

Kasperskys „Kindersicherung“ umfasst insgesamt 14 Webseiten-Kategorien. Hierunter können Eltern wählen, um diese für ihre Kinder über die Sicherheitssoftware zu blockieren. Zu diesen Webseiten zählen auch solche zu den Themen, Gewalt, Glücksspiele, Drogen, Bezahlsysteme, Spieleplattformen und illegale Software.

Weltweite Top 3: Soziale Netzwerke, Pornoseiten und Online-Shops

In der internationalen Statistik von 2013 haben die sozialen Netzwerke so pornografische Webseiten von Platz eins verdrängt. Auch Online-Shops konnten aufholen. Chats, Foren und Webmail hingegen sind in diesem Jahr gegenüber dem Jahr 2012 in der Statistik zurückgefallen.

In den Top 3 der Statistiken für Deutschland, die USA, Brasilien, Großbritannien, Russland und Saudi-Arabien finden sich jeweils die gleichen Online-Angebote, wenn auch in verschiedener Reihenfolge: Neben den sozialen Netzwerken sind dies noch Pornoseiten und Online-Shops. In Deutschland liegen die Webseiten mit pornografischen Inhalten sogar auf Platz 1. Während russische Kinder und Jugendliche vor allem soziale Netzwerke nutzen, bewegt sich der japanische Nachwuchs vornehmlich in Foren und Chats. Soziale Netzwerke haben es dort lediglich auf Platz 4 geschafft.

 

Felix Rüther ist für die Prozessführung in den Streitigkeiten zuständig, die einen Bezug zum Internetrecht haben. Er war 2012 im sogenannten Morpheus-Verfahren vor dem BGH beteiligt, bei dem die Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE einen entscheidenden Sieg gegenüber der Abmahnindustrie errungen hat.

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RSSKommentare (1)

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  1. […] 12,5 Prozent aller Webaufrufe in Deutschland zu Pornografie: Wegen der Pornofilterpläne in Großbritannien hat der Guardian die Häufigkeit der Besuche von Pornoseiten messen lassen. Danach liegt Deutschland weltweit vorne. – http://www.golem.de/news/similarweb-12-5-prozent-aller-webaufrufe-in-deutschland-zu-pornografie-1307-100662.html; https://www.wbs-law.de/allgemein/pornoseiten-online-shops-und-soziale-netzwerke-beliebt-bei-deutschen… […]

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