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Pokemon – Party wegen Urheberrechtsverletzung abgesagt

In der US-amerikanischen Stadt Seattle sollte zum fünften Mal anlässlich der dortigen Gaming-Veranstaltung PAX eine Pokemon-Party veranstaltet werden. Doch es kam anders – Die Veranstalter wurden von der Pokémon Company International wegen angeblichen Urheberrechtsverletzungen verklagt. Die Party wurde daraufhin abgesagt.

 Bereits seit 2004 findet die Gaming-Convention PAX statt. Waren Anfangs knapp 4.500 interessierte dabei, gehört die Veranstaltung heute zu den größten ihrer Art in den USA, mit alljährlich zehntausenden an enthusiastisch teilnehmenden Gaming-Fans. Die PAX findet sowohl in Boston als auch in Seattle statt. Während der Veranstaltung finden in deren Rahmen zahlreiche Partys und Events statt. So unter anderem auch die “5th Annual Unofficial Pokemon PAX Kickoff Party” in Seattle.

Das Pokemon-Phänomen

 Im Jahr 1996 startete die Pokemon-Reihe mit zwei Gameboy-Spielen. Die Serie, in der sich alles rund ums Sammeln, Trainieren und gegeneinander-antreten-lassen dreht, eroberte die japanische Gaming-Welt im Sturm. Doch auch bei uns ließ die Serie in den vergangenen 19 Jahren gehörig die Kasse klingen. Der gesamte Franchise der Serie wird auf über 30. Milliarden Dollar geschätzt. In Boston veranstaltete der Vermarkter, die Pokemon-Company, in diesem Jahr zum siebten Mal eine offizielle Weltmeisterschaft, mit Preisgeldern von über 500.000 Dollar.

Pokemon – Party wegen Urheberrechtsverletzung abgesagt

 Die Pokemon-Party zum Start der PAX-Convention sollte allen Pokemon-Fans die Möglichkeit geben, gemeinsam zu feiern. So sollte es für die Gaming-Fans unter anderem Pokémon-Drinks geben, einen Super Smash Bros.-Contest mit Geldpreisen und einen Cosplay-Wettbewerb.

Das Werbeposter der Veranstaltung zierten zwei Hauptcharaktere der Pokemon-Reihe: Pikachu und Serpifeu (Engl. Snivy). Beide Charaktere sind urheberrechtlich geschützt. Pikachu wurde zudem zur Werbung auf der Party eigenen Facebook-Seite verwendet.

Mit Klage der Pokemon International Company wurde die Party in diesem Jahr nun abgesagt. Das Pokemon-Unternehmen wurde 1998 als Teilunternehmen von Nintendo gegründet und ist für die Vermarktung der Marke verantwortlich.

Mittlerweile wurden auch die Pokemon-Fotos auf Facebook entfernt. Nach einer ersten Aussage der Pokemon-Company hätte man Klage eingereicht, um „der eklatanten und willentlichen Gesetzesübertretung ein Ende zu setzen.“

Wie es weitergeht ist noch offen. Als sicher darf man allerdings annehmen, dass im nächsten Jahr die Party nicht stattfinden wird.

Recht in Deutschland: Teure Abmahnung bei Nutzung urheberrechtlich geschützter Fotos droht

 Bei der Verwendung von Bildern ist grundsätzlich Vorsicht geboten, denn auch Bilder und Fotos genießen Schutz durch das Urheberrecht. Es gilt: Die meisten im Internet verfügbaren Fotos dürfen nicht ohne weiteres veröffentlicht und verwendet werden. Wer fremde Bilder ohne Genehmigung nutzt, begeht eine Urheberrechtsverletzung die Abgemahnt werden kann.

Es bedarf regelmäßig einer Einwilligung des Urhebers oder der entsprechenden Agentur, die dessen Rechte verwaltet. In der Vergangenheit hat sich all zu oft bereits gezeigt, dass die Verwendung von lizenzierten Bildern oder Fotos ohne Einwilligung für Nutzer schnell zu einer teuren Falle werden kann. Ob das letztlich aus Unwissenheit oder gar wissentlich geschieht spielt dabei keine Rolle.

Wer eine Abmahnung wegen der nicht erlaubten Verwendung von Bildern oder Fotos erhält, sieht sich in Deutschland schnell mit sehr hohen geltend gemachten Kosten und darüber hinaus einem Unterlassungsanspruch konfrontiert. (TOS)

Renate Schmid war viele Jahre als Syndikusanwältin für die TV-Produktionsfirma Sony Pictures Film und Fernseh TV GmbH tätig, bevor sie 2014 zur Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE wechselte. Sie verfügt über eine fundierte Erfahrung in vielen Bereichen der nationalen und internationalen Urheberrechts- und Lizenzverträge.

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