Allgemein

Nicht genehmigte Urlaubsaufnahmen eines Prominenten können Schadensersatzanspruch in Höhe von 50.000 EUR begründen

Im konkreten Fall war eine bekannte Persönlichkeit im Urlaub auf seiner privaten Jacht fotografiert worden, wie er eine Ausgabe einer großen deutschen Tageszeitung las. Dies nahm diese große deutsche Tageszeitung als Anlass, die Fotos abzudrucken. Dies müsse die Person nicht hinnehmen urteilten die Hamburger Richter. Eine solche Bildveröffentlichung ohne Zustimmung des Fotografierten kann einen Schadensersatz in Höhe von 50.000 EUR begründen.Der Kläger müsse keine Fotos von sich auf seiner Yacht in einem solch privaten Moment hinnehmen, da gerade Personen die im Fokus der allgemeinen öffentlichen Aufmerksamkeit stehen im Urlaub die Möglichkeit suchen, nicht von der Presse verfolgt zu werden.

Das Interesse des Klägers, seine Privatsphäre ungestört auszuleben, überwiege hier gegen das öffentliche Interesse am Leben des Klägers.

Das Urteil im Volltext finden Sie hier.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

Gefällt Ihnen der Artikel? Bewerten Sie ihn jetzt:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)