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Neuer Verband: Unabhängige positionieren sich gegen öffentlich-rechtliche Tochterfirmen

Schon lange steht die Marktverzerrung im TV-Bereich durch die wachsende Zahl von Sendertöchtern in der Kritik. Nun hat sich ein neuer Verband gegründet, um dem entgegenzuwirken: Die Allianz Unabhängiger Filmdienstleister (AUF) will ab sofort die marktwirtschaftlichen Interessen von unabhängigen mittelständischen Mitgliedsunternehmen vertreten. 

Es bestehe dringender Handlungsbedarf, da die mit den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten verbundenen Dienstleister über ganz andere Ressourcen als unabhängige mittelständische Unternehmen verfügen. Insofern werde auf dem Markt mit ungleichen Mitteln gekämpft, so die Meldung der AUF.

© Maria.P.-Fotolia

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Niedrigpreispolitik und Wettbewerbsnachteil

Die seit gut zehn Jahren andauernde Expansion öffentlich-rechtlicher Tochterfirmen, insbesondere der Bavaria Dienstleister, sowie die damit einhergehende Niedrigpreis-Politik habe zu einem Wettbewerbsnachteil für die unabhängigen Anbieter geführt.

Diese Entwicklung bedrohe die gesamte Filmwirtschaft und den Produktionsstandort Deutschland, so die Meldung weiter. Es gelte, eine vielfältige Produktionslandschaft zu sichern und hochwertige Filme zu produzieren.

Die AUF wolle faire und qualitative Wettbewerbsbedingungen für alle Markteilnehmer erreichen und sich dafür bei Politik und Institutionen, Behörden und anderen Verbänden Gehör verschaffen, so die Meldung weiter.

Hinter AUF stehen die sieben Gründungsunternehmen Ludwig Kameraverleih GmbH, Maier Bros. GmbH, FGV Schmidle GmbH, MBF Filmtechnik GmbH, Griphouse GmbH, Betz Tools GmbH und BFS Entertainment GmbH. Weitere Mitglieder können ab sofort aufgenommen werden, der Verband steht allen unabhängigen Dienstleistern und Herstellern offen, die für die Produktion von Film, Fernsehen und weiteren audiovisuellen Inhalten in Deutschland arbeiten.

http://aufdl.org/was-wollen-wir/

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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