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NDR plant 2015 weiteren Stellenabbau

Der NDR Rundfunkrat hat dem NDR-Haushaltsplan 2015 zugestimmt. Dazu gehört auch ein weiterer Stellenabbau.

Insgesamt stehen dem Sender im nächsten Jahr rund 1,1 Milliarden Euro Haushaltsvolumen zur Verfügung. Es fehlen dem Sender somit 48,5 Millionen Euro. In dieser Summe enthalten sind 14,2 Millionen Euro Beitragsmehrerträge, die dem NDR bis Anfang 2017 nicht zur Verfügung stehen und auf einem Sonderkonto festgelegt werden müssen, so die Meldung des NDR.

© Martin Schumann - Fotolia.com

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Trotz Mehrerträge Etat kürzen

Lutz Marmor, NDR Intendant, sagte dazu: „Der neue Rundfunkbeitrag ist ein Erfolg. Er bringt mehr Beitragsgerechtigkeit und führt zu höheren Erträgen. Trotz dieser Mehrerträge muss der NDR seine Etats kürzen. Alle Einnahmen, die über der von der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs festgelegten Obergrenze liegen, dürfen wir nicht ausgeben. Kostensteigerungen müssen wir daher durch Einsparungen ausgleichen. Dies werden wir so programmschonend wie möglich machen.“

Stellenabbau fortsetzen

Die bis 2016 geplante Stellenreduzierung setzt der NDR fort. Im kommenden Jahr sollen netto 11 Stellen sozialverträglich abgebaut werden. Der NDR hat somit seit Mitte der 1990er Jahre ohne betriebsbedingte Kündigungen per saldo 650,5 Planstellen eingespart. Ende 1994 gab es insgesamt 4077 Vollzeitstellen im NDR, im Jahr 2015 werden es noch 3.426,5 Stellen sein.

Die Erträge aus dem Rundfunkbeitrag bilden nach wie vor die mit Abstand wichtigste Einnahmequelle des NDR. Von den für 2015 geplanten Beitragserträgen muss der NDR nach den Vorgaben der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) 14,2 Millionen Euro einer Rücklage zuführen. Diese Mittel dürfen vor 2017 nicht verwendet werden. Damit stehen dem NDR trotz inflationsbedingter und tariflich veranlasster Kostensteigerungen im Zeitraum 2013 bis 2016 nicht mehr Mittel zur Verfügung als in der vergangenen Gebührenperiode 2009 bis 2012, so die Meldung weiter.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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