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„Meter statt Zoll“

Wer Produkte verkauft und dabei Angaben in Zoll, Pfund oder Fuß macht, kann gegen das Einheiten- und Zeitgesetz verstoßen. Die Hessische Eichdirektion geht in jüngster Vergangenheit verstärkt gegen Verkäufer vor, die anstelle der gesetzlich vorgeschriebenen „metrischen“ sogenannte „imperiale“ Einheiten verwenden.Das Einheiten- und Zeitgesetz sieht vor, dass im amtlichen sowie geschäftlichen Verkehr grundsätzlich nur metrische Einheiten verwendet werden dürfen, also Einheiten in Meter, Kilometer, cm etc. Angaben nach dem im angloamerikanischen Sprachgebrauch gebräuchlichen imperialen System wie z.B. Pfund, inch oder Zoll dürfen grundsätzlich nicht verwendet werden. Wer einen „22 Zoll“ Computer anbietet, begeht einen Gesetzesverstoß und muss im Wiederholungsfall mit Bußgeldern rechnen.

Ausnahmsweise darf ein Verkäufer imperiale Einheiten verwenden. Aber nur dann, wenn gleichzeitig metrische Angaben gegenüber gestellt werden und zudem entsprechend hervorgehoben werden. So dürfen Autohändler die Motorleistung von Fahrzeugen nach wie vor in „PS“ angeben, wenn daneben die gesetzlich vorgeschrieben Angabe in „kW“ hervorgehoben wird. In der Praxis wird neben der „kW“-Angabe die PS-Zahl regelmäßig in Klammern gesetzt, was zulässig ist.

Quelle: Pressemitteilung der Hessischen Eichdirektion vom 14.09.2009

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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