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Medienwächter fordert stärkere Beachtung des Rundfunks bei künftigen Frequenzvergaben

Der Vorsitzende der Medienanstalten, Jürgen Brautmeier, hat sich für eine stärkere Beachtung der Interessen des Rundfunks gegenüber dem Mobilfunk ausgesprochen.

Brautmeier betonte auf den Münchener Medientagen, dass die Belange des Rundfunks bei der Weiterentwicklung neuer Übertragungsstandards stärker berücksichtigt werden müssen. Die Vielfalt der Übertragungswege müsste weiterhin gesichert werden.

© Martin Schumann - Fotolia.com

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So sagte Brautmeier: „Dazu zählt auch die terrestrische Verbreitung von Programmen, also das Antennenfernsehen. Das wird weiter gebraucht, wie die 4,2 Millionen DVB-T-Nutzer zeigen. Nur so kann das vielfältige System der Programmverbreitung in Deutschland erhalten bleiben“.

Engagement privater Anbieter erwartet

Beim Umstieg von DVB-T auf den neuen Standard DVB-T2 erwarte er, dass sich – trotz des Ausstieges der RTL Gruppe – die privaten Anbieter engagieren werden. Die ProSiebenSat.1 AG hatte in diesem Jahr bekannt gegeben, auch künftig an der Übertragung über DVB-T festhalten zu wollen.

Die Bundesnetzagentur hatte kürzlich bekannt gegeben, künftig DVB-T-Frequenzen an Mobilfunkunternehmen versteigern zu wollen. Der “Konsultationsentwurf zur Anordnung und Wahl des Verfahrens zur Vergabe von Frequenzen” der Bundesnetzagentur sieht für 2014 ein Verfahren zur Neuvergabe der Kapazitäten im sog. 700-MHz-Band vor. Diese Pläne werden von verschiedenen Seiten aus mit Skepsis betrachtet.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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