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Medienpass NRW – Positive Bilanz zur Online-Konsultation

Rund 1500 Bürger haben im Rahmen der Initiative “Medienpass NRW“ die Umfrage zum Thema Medienkompetenz ausgefüllt, 479 haben dazu einen Kommentar geschrieben und rund 700 Schüler haben das Thema auf SchülerVZ diskutiert.

Die Ergebnisse der Online-Konsultation sollen in den Kompetenzrahmen einfließen, der Fähigkeiten und Fertigkeiten in Bezug auf Medienkompetenz definiert, die Kinder und Jugendliche im Laufe ihrer Schulzeit erwerben sollen. Der Medienpass NRW ist ein gemeinsames Projekt von der nordrhein-westfälischen Landesregierung, der Landesanstalt für Medien NRW (LfM) und der Medienberatung NRW.

Die Auswertung habe bestätigt, dass Medienkompetenz an Schulen vermittelt werden müsse und dass die Lehrerschaft dabei Unterstützung benötige, so die Meldung der Medienberatung NRW. Dr. Jürgen Brautmeier, Direktor der Landesanstalt für Medien (LfM), sagte dazu: „Die Medienkompetenz-Förderung ist in Nordrhein-Westfalen breit aufgestellt. Das zeigt die Vielzahl an Projekthinweisen, Linktipps und Literaturempfehlungen aus der Online-Konsultation. Was uns noch fehlt, ist eine systematische Aufbereitung für Lehrerinnen und Lehrer, eine bessere Vernetzung und mehr Verbindlichkeit. Dafür ist der Medienpass ein Schritt in die richtige Richtung“.

Für Medien-Staatssekretär Marc Jan Eumann hat die Online-Konsultation aber auch aufgezeigt, „wo der Schuh drückt“. Denn es gab auch Skepsis gegenüber dem Medienpass: für einige Teilnehmer wird ein Nachweis der Komplexität des Themas nicht gerecht. Eumann dazu: „Ziel des Nachweises ist es, Transparenz über die Fähigkeiten von Kindern zu schaffen, aber auch zu motivieren und Anreize zu setzen. Deshalb wollen wir den Nachweis des systematischen Kompetenzerwerbs bei den Grundschülern mit spielerischen Elementen verbinden.“

Für viele der Befragten sei es auch wichtig, dass Externe Medienkompetenz an Schulen vermitteln. Kinder- und Jugendstaatssekretär Prof. Klaus Schäfer verwies auf die Verdopplung von Mitteln für medienpädagogische Angebote im Kinder- und Jugendförderplan und appellierte an die Träger der Jugendmedienarbeit, sich mit ihren Angeboten an Schulen zu wenden und zum Gelingen des Medienpasses NRW beizutragen, so die Meldung der Medienberatung NRW weiter.

In den nächsten Monaten soll, basierend auf den Ergebnissen der Online-Konsultation, ein Lehrplan-Kompass erarbeitet und kompetenzorientierte Standards formuliert werden. Ab Februar 2012 sollen die Materialien und Angebote in den Pilotschulen erprobt werden.

Der inhaltliche Auswertung der Online-Konsultation zum Medienpass NRW finden Sie hier.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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