Allgemein

Medienboard: Kulturstaatsminister kritisiert Budgetkürzungen

Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat die Pläne des Landes Brandenburg, das Medienboard Berlin-Brandenburg künftig mit weniger Geld zu unterstützen, kritisiert.

Auf einer Veranstaltung im Rahmen der Internationalen Funkausstellung (IFA) sagte Neumann nach Angaben des Mediendienstes „Blickpunkt Film“: „Es ist mir völlig unverständlich, dass Brandenburg seine Förderung um 400.000 Euro kürzen will und damit ein negatives Signal für den Medienstandort Berlin/Brandenburg setzt.“

Die Landesregierung Brandenburg gab im Juli 2012 bekannt, die Zuschüsse für Filmproduktionen in der Region kürzen zu wollen. Zuvor hatte der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, angekündigt, die Filmförderung aufstocken zu wollen. Berlin zeigte sich von den Plänen Brandenburgs überrascht, Senatskanzleichef Björn Böhning sagte damals gegenüber der Zeitung „Potsdamer Neuste Nachrichten“: „Wenn wir aufstocken, aber Brandenburg seine Zuschüsse gleichzeitig runterfährt, haben wir für den Standort nichts gewonnen, immerhin den Filmstandort Nummer Eins in Deutschland.“ Für die Finanzierung des länderübergreifenden Medienboards Berlin-Brandenburg hatten die Länder ursprünglich eine 50:50-Teilung der Förderung vereinbart.

Neumann lobte auf der IFA die Erhöhung des Zuschusses durch das Land Berlin. Zudem betonte er die große Relevanz der Filmindustrie für den Wirtschaftsstandort Berlin-Brandenburg. Es sei deshalb auch Aufgabe der Politik, die Rahmenbedingungen dafür zu erhalten. So sagte Neumann laut „Blickpunkt Film“, dass der Bund auch 2013 mit dem Deutschen Filmförderfonds dafür Rechnung tragen werde. „Der DFFF wird weiterhin mit 60 Millionen Euro ausgestattet, damit unter anderem auch in Babelsberg große, internationale Filme produziert werden können“, so Neumann.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

Gefällt Ihnen der Artikel? Bewerten Sie ihn jetzt:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)

RSSKommentare (0)

Kommentar schreiben

Kommentar schreiben

Mit dem Absenden des Kommentars erklären Sie sich mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden.