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MDR-Rundfunkrat fordert weiterhin öffentlich-rechtliches Jugendangebot

Zwar haben die Ministerpräsidenten der Länder dem von ARD und ZDF geplanten Jugendkanal erst just eine Absage erteilt, aber der MDR Rundfunkrat fordert dennoch ein öffentlich-rechtliches trimediales Jugendangebot. Und das möglichst bald.

Trotz Absage drängt der MDR-Rundfunkrat darauf, dass die Rundfunkanstalten möglichst zügig eine Ermächtigung für den Jugendkanal erhalten.

© Martin Schumann - Fotolia.com

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Der MDR-Rundfunkratsvorsitzende Horst Saage sagte dazu: „Wir können und wollen nicht länger warten. Wenn wir die jungen Zuschauerinnen und Zuhörerinnen nicht verlieren wollen, dann ist ein öffentlich-rechtliches trimediales Jugendangebot die richtige Antwort.“

Projektstart nicht weiter verzögern

ARD und ZDF hätten nicht nur ein inhaltliches Konzept, sondern auch einen Finanzplan vorgelegt. Daher sei es nun an der Politik, der grundsätzlichen Zustimmung für einen trimedialen Jugendsender nun auch Taten folgen zu lassen, heißt es in der Meldung des MDR-Rundfunkrates.

Daher appelliere man sowohl an die Verantwortlichen von ARD und ZDF, als auch an die Länder, den Projektstart nicht noch weiter zu verzögern.

Entwurf von Ministerpräsidenten der Länder abgelehnt

Der erste Entwurf für einen gemeinsamen Jugendkanal von ARD und ZDF war vor einigen Tagen von den Ministerpräsidenten der Länder abgelehnt worden. Als Grund wurden u.a. befürchtete Mehrkosten in einer Höhe zwischen sieben und 20 Millionen Euro genannt. Allerdings ist das Thema noch nicht ganz beendet: ARD und ZDF haben bis zum Frühjahr Zeit, einen neuen Entwurf vorzulegen. Dann wollen die Ministerpräsidenten der Länder erneut über das Projekt entscheiden.

Hintergrund

Der MDR-Rundfunkrat hatte sich bereits im Sommer 2012 für einen trimedialen Jugendkanal ausgesprochen, um jüngere Zuschauer an die öffentlich-rechtlichen Sender zu binden. Das man ein hochwertiges Programm für junge Zuschauer produzieren könne, beweise der Erfolg des KiKa, hieß es damals. “Deshalb erwarten wir, dass ARD und ZDF einen gemeinsamen trimedialen öffentlich-rechtlichen Jugendkanal für die Zielgruppe ab 14 Jahre starten”, so der MDR-Rundfunkrat im Sommer 2012. Der Kanal solle ein Teil eines Gesamtkonzepts sein, um vermehrt wieder junge Zielgruppen zu erreichen, und dafür inhaltliche, als auch wirtschaftliche und strukturelle Lösungen bieten.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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