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LSR: Verlagsinhalte nur ein Bruchteil der Google-Ergebnisse

Die Einführung des geplanten Leistungsschutzrechts könnte Google weniger beeinträchtigen als bisher angenommen. Laut einer Studie von TRG und Sistrix ist der Großteil der Google-Geschäfte nicht von der Nutzung von Inhalten von Presseverlegern abhängig, so die Meldung der TRG.

Die Unternehmensberatung TRG – The Reach Group GmbH und der Analyse-Anbieter Sistrix GmbH untersuchten einen Datenstamm von über 1,5 Mrd Suchergebnissen auf das Verhältnis zwischen Google.de und Presseverlegern. Dabei fanden sie heraus, dass lediglich 8,3% der Ergebnisse auf der ersten Google-Ergebnisseite zu deutschen Nachrichtenangeboten gehören.

1,1% der Google Adwords-Werbung werde auf Seiten ausgespielt, auf denen Verlagsinhalte dominieren (mindestens 5 Ergebnisse von News-Publishern), 92,5% der Suchergebnisse auf der ersten Seite bei Google gehören nicht zu einem News–Publisher, so die Meldung der TRG.

Als Presseverleger wurden alle Domains gewertet, die im Juli 2012 auf Google News Deutschland verlinkt wurden. Unter den über 1200 Domains seien auch Domains vertreten gewesen, die nicht unter den Begriff der typischen Presseverleger fallen, etwa Seiten wie WordPress.com, Blogspot.com aber auch Idealo.de oder MyVideo.de, so die Meldung von TRG weiter. Diese Domains würden zwar trotz Google News Einblendungen nicht vom Leistungsschutzrecht profitieren, dennoch galt es, die Bedeutung der Presseverleger eher zu hoch als zu niedrig bemessen, so die Meldung weiter.

Insgesamt gehören 10,6% der über 1,5 Mrd Suchtreffer auf allen Ergebnisseiten zu einer Domain der über 1.200 Google News Verleger. 89,4% aller Suchergebnisse auf Google.de gehören somit wiederum nicht zu einer Domain, die bei Google News vertreten ist. Abzüglich von fünf große Nicht-Presse-Domains wie Idealo.de oder Immobilienscout24.de, die bei der Untersuchung der Ergebnisse auch mit einbezogen worden sind, macht die Anzahl aller restlichen Presseverleger nur 7,5% der Gesamtergebnisse aus, so das Ergebnis der Untersuchung von TRG und Sistrix.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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