Allgemein

Lizenzkosten von 5001 EUR für eine Software zur Funktionsanalyse von PKW können gerechtfertigt sein

Der rechtswidrige Upload einer Software zur Funktionsanalyse von PKG in eine P2P-Tauschbörse kann einen Schadensersatzanspruch in Höhe von 5.001 EUR rechtfertigen (LG Köln, Urt. v. 13.01.2010, AZ: 28 O 603/09).Die Klägerin war Rechteinhaberin einer Software für die Funktionsanalyse von PKW; der Beklagte bot diese Software über eine P2P-Tauschbörse an.

Die Richter des LG Köln sprachen der Klägerin einen Schadensersatzanspruch in Höhe von 5.001 EUR zu.
Diese Höhe berechne sich auf Basis der Lizenzkosten. Hier habe die Berechnung im Wege der Lizenzanalogie unter Einbeziehung dessen, was die Parteien vernünftigerweise im Vorfeld vereinbart hätten, ergeben, dass in dem Fall für die Lizenz mindestens 5.001 EUR hätten bezahlt werden müssen. Insbesondere, da für eine einfache Nutzungslizenz bereits 4.000 EUR üblich gewesen wären.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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