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LG Hamburg weist Klage gegen die Veröffentlichung des Films „Contergan“ in der Hauptsache ab

Das Pharmaunternehmen Grünenthal und ein Vater eines durch das Medikament Contergan geschädigten Kindes hatten Unterlassungsklagen gegen die Veröffentlichung des Filmes „Eine einzige Tablette“ erhoben.

Die Kläger begründeten ihre Klagen damit, dass der Film einige Passagen enthalte, die die historischen Tatsachen nicht richtig darstelle und sie damit in ihrem Persönlichkeitsrecht verletze.

Das Gericht wies die Unterlassungsklagen mit der Begründung zurück, dass die Beklagten schon während des Verfügungsverfahrens einige Szenen gestrichen bzw. geändert sowie erläuternde Vor- und Nachspanne eingebaut hätten und damit den fiktiven Charakter des Films hervorgehoben hätten. Durch die Veränderungen des Films sei der Schutz des Persönlichkeitsrechts nicht mehr höher zu bewerten.

Das Pharmaunternehmen Grünenthal erklärte, dass durch den Film weiterhin in vielen Teilen ein unzutreffendes Bild des tatsächlichen Geschehens wiedergegeben werden würde. Ein weiteres rechtliches Vorgehen werde noch geprüft.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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