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Kunde kündigt sein Sky-Bundesliga-Abo – Die Antwort von Sky ist kaum zu glauben

Sky hat 45 Spiele der Fußball Bundesliga an die Discovery Tochterfirma Eurosport verloren, die nun exklusiv diese 45 Spiele überträgt. Haben Sky-Kunden nun ein Sonderkündigungsrecht? Medienanwalt Christian Solmecke ist der Ansicht, dass Kunden ein solches Recht haben. Sky hingegen ist der Auffassung, an dem Gesamtcharakter des Bundesligapakets habe sich nichts geändert. Ein Sky-Kunde hat nun von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch gemacht. Die Antwort von Sky kam umgehend und macht sprachlos, denn sie ist kaum zu glauben.

[UPDATE 29.08.2017:] Bereits am vergangenen Freitag kontaktierte der Pay-TV-Sender Sky unseren Mandanten und entschuldigte sich für die unangemessene E-Mail, die ihm ein Servicemitarbeiter des Senders zugesendet hatte. Bereits am Freitagabend wurde ihm per E-Mail mitgeteilt, dass Sky die Anfrage bezüglich einer außerordentlichen Kündigung und die dem Unternehmen vorliegenden Unterlagen geprüft habe und es wurde unserem Mandanten bestätigt, dass sein Abonnement wie gewünscht vorzeitig und rückwirkend zum 31.07.2017 beendet wird. Den bereits gezahlten Monatsbeitrag August wird Sky ihm zurücküberweisen.

Dennoch bleibt ein fader Beigeschmack, denn im zuvor geführten Entschuldigungs-Telefonat wurde ihm eine vergünstigte Weiterführung seines Vertrags angeboten, woraufhin unser Mandant um Bedenkzeit bat und ein weiteres Gespräch Anfang dieser Woche vereinbart wurde. Zwar war eine vergünstigte Vertragsfortführung zu keinem Zeitpunkt das Ziel unseres Mandanten, dennoch erscheint auch im Nachgang die Unternehmenskommunikation bei Sky durchaus verbesserungswürdig. Unser Mandant war zu Recht verwundert, als er am Freitagabend Sky nicht mehr empfangen konnte, obwohl im Telefonat ein weiteres Gespräch Anfang der Woche vereinbart wurde. Nahezu parallel zum Telefonat hatte er die Kündigungsbestätigung per E-Mail offensichtlich aus einer anderen Abteilung des Konzerns erhalten. Zurück bleibt ein höchst unzufriedener Ex-Sky-Kunde. Letztlich hat unser Mandant jedoch sein Anliegen umsetzen können: Er konnte sein Sky-Abonnement mit sofortiger Wirkung beenden. [UPDATE ENDE]

„Alle Spiele alle Tore“ auf Sky? Dieser jahrelange Werbeslogan des Bezahlsenders Sky gilt seit dieser Saison nicht mehr. Denn das US Unternehmen Discovery Communications hat sich die Rechte für immerhin 45 Partien der Bundesliga gesichert. Sky verlor somit die exklusiven Übertragungsrechte im TV und muss diese künftig mit der Discovery Tochter Eurosport teilen. Discovery hatte sogar eine einstweilige Verfügung gegen den Sky-Werbeslogan „Alle Spiele – alle Tore“ erwirkt, da Sky lediglich noch 266 der insgesamt 306 Bundesligaspiele der Saison 2017/18 übertragen darf. Sky-Kunden können künftig nicht mehr alle Freitagsspiele (20.30 Uhr), fünf Spiele, die am Sonntag zur neuen Anstoßzeit um 13.30 Uhr stattfinden und die fünf Montagspartien (20.30 Uhr, sowie die Relegationsspiele der 1. und 2. Bundesliga mit ihrem Abo empfangen. Hier gucken Sky-Kunden in die Röhre. Um  die restlichen 45 Partien sehen zu können, benötigen Kunden neben ihrem vorhandenen Sky-Abo seit dieser Saison zusätzlich noch ein weiteres kostenpflichtiges Eurosport-Abo.

Kunde kündigt Sky-Abo wegen Rechteverlust – Die Antwort von Sky macht sprachlos

So fragten sich berechtigter Weise zahllose Sky-Kunden, ob es aufgrund der einschneidenden Änderungen nicht ein Sonderkündigungsrecht ihres Sky-Bundesligapakets gibt. In den vergangenen Wochen hatte sich hierzu der Kölner Medienanwalt und Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE Christian Solmecke hierzu nach zahlreichen Medienanfragen klar positioniert. Christian Solmecke: „Meiner Ansicht nach haben Sky Kunden tatsächlich ein solches Sonderkündigungsrecht. Ein Sky-Kunde sah dies nun ähnlich und schrieb Sky an, um seinen Vertrag aufgrund der lizenzrechtlichen Änderungen und des damit einhergehenden Rechteverlustes zu kündigen. Die Antwort von Sky folgte prompt per E-Mail. Und diese hat es in sich und ich muss gestehen, dass mich diese Mail sprachlos macht.

Ich habe nach Rücksprache mit dem Empfänger beschlossen, diese E-Mail im Volltext zu veröffentlichen, um der Öffentlichkeit zu veranschaulichen, wie gereizt Sky mittlerweile ganz unverblümt auf Korrespondenz mit Kunden beim Thema Bundesliga-Rechteverlust und ein einhergehendes Sonderkündigungrecht reagiert.“ Hier nun die E-mail von Sky (Sie können die E-Mail auch über den folgenden Link aufrufen: Sky-E-Mail):

Von: service@sky.de

Gesendet: xxx

An: xxx

Betreff: Ihre Kündigungsbestätigung zum xx.xx.2018

Sehr geehrter Herr xxx,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Da Sie unser geblümten Worte offensichtlich nicht verstanden haben, möchten wir uns deutlicher ausdrücken :

Sie haben kein Sonderkündigungsrecht !!

In der AGB von Sky Paragraph 1.1.2 und 1.1.3 behält sich Sky ausdrücklich das Recht vor, den Inhalt von gebuchten Sendern zu ändern, solange der Gesamtcharakter des Senders erhalten bleibt. Sie sehen im Bundesligafernsehen 93% aller Bundesligaspiele. Sie sehen dort keine Serien aus dem Entertainmentpaket, oder Spielfilme aus Cinema oder Handball aus dem Sportpaket. Sie sehen dort Fußball, und nichts anderes. Daraus folgt – Da Sie Bundesliga gebucht haben, und Bundesliga bekommen – haben Sie kein Sonderkündigungsrecht. Alles andere, wie zum Beispiel dieses Gerede um Verbrauchertäuschung und so, ist alles Kokolores ohne Relevanz, da Sie ja die AGB jederzeit aufrufen und lesen konnten.

Sie haben die AGB bei Vertragsabschluss anerkannt, und Ihren Vertrag innerhalb der gesetzlichen Widerrufsfrist nicht widerrufen. Somit haben wir Sie im Sack. Sie sind mindestens bis zum xx.xx.2018 unser Kunde und bezahlen für Ihre gebuchten Pakete. Was Sie danach machen, geht uns nichts an. Wir bieten das Bundesliga Fernsehen an – 93 % aller Spiele – falls Sie diese sehen möchten, steht es Ihnen frei dieses Programm zu buchen, oder eben nicht. Vielleicht reicht Ihnen ja auch der Empfang von 7 % aller Spiele bei unserem Konkurrenten Eurosport ?

Wir wünschen Ihnen jedenfalls weiterhin viele besondere Momente mit Sky.

Besuchen Sie unsere Online-Community „Sky&Friends“ unter community.sky.de. Dort finden Sie schnelle Hilfe zu Ihren Anliegen und können sich rund um Sky austauschen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Sky Team

Wir sind 24 Stunden täglich für Sie erreichbar

sky.de/kontakt

sky.de

skyticket.de

0180 6 11 00 00 (0,20 Euro/Anruf aus dem dt. Festnetz, max. 0,60 Euro/Anruf aus dem Mobilfunknetz)

Sky Deutschland Fernsehen GmbH & Co. KG

22033 Hamburg  

Zuvor hatte der Betroffene seinen Vertrag wie folgt per E-Mail gekündigt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündige ich mein Sky-Abonnement zum nächstmöglichen Termin.

Ich bitte umgehend um Bestätigung.

Meine Daten lauten:

(…)

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Nachdem Sky ihm zunächst eine Kündigungsbestätigung zum regulären Vertragsende 2018 zusendete, schrieb er folgende weitere E-Mail an Sky und stellte klar, dass er aufgrund des Rechteverlustes der exklusiven Übertragungsrechte seinen Vertrag außerordentlich kündigen will:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihre Kündigungsbestätigung zum xx.xx.2018 habe ich erhalten.

Diese werde ich nicht akzeptieren. Evtl. habe ich mich bei meiner Kündigung nicht richtig ausgedrückt. Aufgrund der Änderung beim Fußball (es werden nicht mehr, wie bei Vertragsabschluss zugesagt, alle Spiele live übertragen) steht mir ein Sonderkündigungsrecht zu. Von diesem mache ich hiermit ausdrücklich gebrauch und kündige mit sofortiger Wirkung.

Ich fordere Sie auf, mir dies umgehend zu bestätigen.

Mit freundlichen Grüßen

Rote Karte für Sky

Medienanwalt Christian Solmecke: „Unfassbar, wie sich Sky hier, eigentlich als seriöses Unternehmen bekannt, gegenüber einem zahlenden Vertragskunden äußert. Als Partner einer großen und überregional tätigen Medienrechtskanzlei ist mir trotz jahrelanger Branchenerfahrung eine solche E-Mail noch nicht untergekommen. Eine solche schriftliche Entgleisung sucht wahrlich ihres Gleichen. Nun könnte man mit Fug und Recht sagen, dass der Empfänger spätestens aufgrund dieser E-Mail ein Sonderkündigungsrecht genießt und zwar wegen Zerrüttung jedweden Vertrauensverhältnisses.

Doch lassen wir einmal die zweifelsfrei völlig inakzeptable Wortwahl der E-Mail samt ihrer Rechtschreib- und Grammatikschwächen beiseite. Denn die E-Mail ist meiner Auffassung nach auch inhaltlich falsch, da Kunden sehr wohl ein Sonderkündigungsrecht genießen.“

Bundesliga-Sky-Abonnenten haben Sonderkündigungsrecht

Und Christian Solmecke weiter: „Es ist aus Unternehmenssicht sicherlich verständlich, dass Sky die in der E-Mail zum Ausdruck gebrachte Ansicht vertritt. Immerhin sprechen wir hier über ein Milliardengeschäft, welches wegzubrechen droht.

Sky ist der Auffassung, dass Kunden weder ein Recht auf Sonderkündigung noch auf Preisnachlass besitzen, da der von Sky kreierte Begriff des „Gesamtcharakters“ des Sky Fußball-Bundesliga-Pakets auch nach der neuen Rechtesituation der Saison 2017/18 erhalten bleibe. Schließlich zeige man weiterhin 266 der insgesamt 306 Bundesligaspiele. Und dies geht auch in der Tat aus Ziffer 1.1.2 der AGB von Sky hervor.

Punkt 1.1.2
Bei der inhaltlichen Gestaltung, Abänderung und/oder Anpassung der einzelnen Kanäle,

sonstigen Dienste, Programmpakete und Paketkombinationen ist Sky frei, solange der Gesamtcharakter eines Kanals, eines sonstigen Dienstes, eines Programmpakets bzw. einer Paketkombination erhalten bleibt.

Doch ab wann ändert sich der Gesamtcharakter bzw. ab wann ändert dieser sich nicht? Bei 45 Spielen weniger soll sich der Gesamtcharakter des Bundesligapakets offenbar, zumindest wenn es nach Sky geht, noch nicht ändern.

Ich bin hingegen davon überzeugt, dass bereits der Begriff „Gesamtcharakter“ alles andere als klar und verständlich für die Kunden ist. Daher besteht hier ei­ne un­an­ge­mes­se­ne Be­nach­tei­li­gung der Sky-Kunden. Die Klausel dürfte einer AGB-Kontrolle nicht standhalten und wäre insofern unwirksam. Zumal sich für den durchschnittlichen Fußballfan sehr wohl etwas am „Gesamtcharakter“ geändert haben dürfte, sollte er nicht mehr alle Spiele seines Vereins sehen können. Und zwar erheblich. Erklären sie einmal einem BVB-Anhänger, dass er zwar nicht mehr alle Spiele des BVB gucken kann, dafür aber Partien wie Sandhausen gegen Heidenheim. Gerade zum Beginn der noch jungen Bundesligasaison trifft es besonders die Sympathisanten des Hamburger Sportvereins hart. Denn sowohl am zweiten-, als auch am dritten- und vierten Spieltag tritt die Mannschaft stets freitags an. Heißt: Bis zum 19. September können HSV-Fans kein Spiel mehr ihrer Mannschaft live auf Sky verfolgen. Der Gesamtcharakter bleibt also gleich? Wohl kaum.

Da hier die AGB Ziffer 1.1.2 nicht greift, kommt Ziffer 1.1.4 der AGB von Sky zum Tragen und räumt dem Kunden ein Sonderkündigungsrecht in Textform ein. Denn gemäß Ziffer 1.1.4 hat der Kunde immer dann ein Sonderkündigungsrecht, sofern der Inhalt einzelner Kanäle abgeändert oder angepasst werden muss, soweit dies aus lizenzrechtlichen Gründen z.B. bei Rechteverlust erforderlich ist.

Punkt 1.1.4
Über Ziffer 1.1.2 hinaus behält sich Sky vor, den Inhalt einzelner Kanäle, sonstiger Dienste, Programmpakete und Paketkombinationen abzuändern oder anzupassen, soweit dies aus lizenzrechtlichen Gründen (z.B. bei Rechteverlust oder dem Erwerb neuer Rechte) (…) erforderlich ist. (…) Der Kunde ist berechtigt, den Abonnementvertrag auf den Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderung bzw. Anpassung in Textform zu kündigen. Betrifft die Änderung bzw. Anpassung lediglich einen auch gesondert zu abonnierenden Bestandteil des Gesamtabonnements, ist der Kunde berechtigt, lediglich diesen Bestandteil in Textform zu kündigen.

Diese AGB-Klausel ist daher einschlägig und anwendbar. Kunden genießen somit ein Sonderkündigungsrecht, welches Sky seinen  Kunden selbst per AGB einräumt. Das Sonderkündigungsrecht bezieht sich dabei auf den abonnierten Bundesliga-Bestandteil des Gesamtabonnements. Sollte sich Sky also wie im genannten Fall querstellen, so entscheidet nicht Sky über ein eventuelles Sonderkündigungsrecht, sondern ein unabhängiger Richter bei Gericht. Und hier dürften Kunden gute Karten haben.

Sie haben Fragen oder möchten wissen, wie wir Ihnen helfen können? Rufen Sie uns gerne an!

Gerne beraten Sie unsere Rechtsanwälte  im Rahmen einer kostenlosen Ersteinschätzung – rufen Sie uns an unter 0221 / 9688 8178 18 (Beratung bundesweit) oder schreiben Sie uns an info@wbs-law.de.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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RSSKommentare (16)

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  1. Zunja sagt:

    Also das HSV-Fans kein Sonderkündigungsrecht erhalten,wäre für mich ja noch nachvollziehbar, eher sollten sie einen Soli-Zuschlag zahlen,denn schließlich sorgt Sky durch fehlende Rechte zur erheblichen Gesunderhaltung derer bei:-)))

  2. Marcel sagt:

    Nur, weil ja hier fleißig AGB zitiert werden…
    Was ist mit 1.1.3? Wie hebeln sie die aus – die ist doch ziemlich eindeutig, oder?

    1.1.3 […]
    Er (Anm.: Dder Kunde) kennt darüber hinaus an, dass der Programminhalt von Sportkanälen und -paketen saisonal
    bedingt oder abhängig von der Verfügbarkeit der jeweiligen Programmrechte für Sky variieren
    kann.

    Ich bin gespannt…

    • Hans Maier sagt:

      Das Recht zur „Kündigung von Dauerschuldverhältnissen aus wichtigem Grund“ (§ 314 BGB), umgangsprachlich Sonderkündigungsrecht genannt, ist ja eine gesetzliche Regelung. Im Falle von Sky kommt § 314 Abs. 1 BGB in Betracht. Wenn in den AGB von Sky etwas anderes gereglt wird, unterliegt dieses einer Inhaltskontrolle. Das absolute Klauselverbot aus § 309 Nr. 8 a) BGB wird wohl nicht einschägig sein, aber eine Inhaltskontrolle nach § 307 BGB kann durchaus auch eine unangemessene Benachteiligung des Verbrauchers durch Punkt 1.1.3 der AGB von Sky ergeben.

      • Marcel sagt:

        Bleiben wir mal „ernsthaft“:
        – § 314 Abs. 1 BGB verlangt einen „wichtigen Grund“ – 40 Spiele, wahllos rein auf einen Wochentag eingegrenzt, von 306 Spielen insgesamt – wichtiger Grund nach Definition? Wohl nicht
        – § 307 BGB:
        (1) entfällt, die Regelung AGB 1.1.3 ist klar und verständlich
        (2) 1. entfällt, behandelt gesetzeswidrige Regelungen
        (2) 2. entfällt, 40 von 306 Spielen sind nicht „wesentlich“ und ändern somit nicht den Vertragszweck.

        Und dann noch die Bonusfrage: Warum überhaupt (sonder)kündigen? Weil 40 Spiele weniger die restlichen 306 Spiele uninteressant werden lässt?

        Vergleich: Mein Urlaubsflieger kommt mit 4 Stunden Verspätung an. Daraufhin erkläre ich, dass ich einen sofortigen Rückflug verlange und den 14tägigen Urlaub gar nicht mehr antreten möchte.
        Ehrlich..? 😉

      • Marcel sagt:

        Ergänzende Erklärung:
        Die meisten Kunden, die mit der Frage kommen, glauben sie hätten einen Vertrag für alle Bundesliga-Spiele abgeschlossen. „Glauben“ kann man sonntags in der Kirche.
        Schaut man sich seine Unterlagen an, stellt man fest: Abgeschlossen hat man einen Vertrag über ein Bundesliga-Paket. Das und nichts anderes steht im Vertrag. Was genau das Paket beinhaltet ist nicht vertraglich definiert (da sich ständig Änderungen durch wechselnde Lizenzen ergeben), sondern über den Verweis auf die AGB.

        In diesen steht dann ebenfalls nichts von „allen Spielen“, sondern es wird darauf hingewiesen, dass sich Inhalte der Sportpakete auf Grund der Rechteänderungen bei Lizenzneuvergaben ändern können und das man dies mit Vertragsschluss anerkennt.

        Meine Empfehlungen:
        1. Kündigen, wenn einem die Inhalte nicht passen. Oder allgemein rechtzeitig kündigen und nicht am letzten Tag. Jene wird dann zum nächstmöglichen Zeitpunkt problemlos akzeptiert.
        2. Will man einen bestimmten Inhalt (Bundesliga, Formel 1, etc.) unbedingt sehen, dann sollte man sich im Vorfeld erkundigen, wer wie lange die Übertragungsrechte inne hat.Das ist heute kein Problem und schnell in Erfahrung zu bringen. Und wenn ich erfahre wie im Fall BuLi, dass eine Neuvergabe für 3 Jahre ansteht – warten bis klar ist wer was senden darf und nicht einen 23 Monatsvertrag abschließen und nach 2 Monaten feststellen, dass gar nicht das dort läuft was man sehen will.

        Ich habe 2 Jahre Sky gehabt und bin fertig damit. Ich würde zwar gerne Live-Bundesliga schauen, aber bei der Abwägung von Vor- und Nachteilen haben letztere die Mehrheit für mich.
        Also bleibe ich bei Netflix, Amazon und DAZN und schaue die Zusammenfassungen der Spiele und viele tolle Serien, die mir bei den Anbietern bereit gestellt werden.

  3. Dominik sagt:

    Ganz davon abgesehen das 266 von 306 Spielen nicht 93% ergibt xD

  4. Bodo Both sagt:

    Sky soll so weiter mit den Kunden

    Umspringen. Sie werden die Quittung

    noch bekommen.

    PS.

    Mit Sicherheit!

  5. R sagt:

    Jetzt mal im Ernst wer brauch denn wirklich sky… hatte es mal wegen syfy serie… Gib aber leider nicht mehr… Ich vermisse sky nicht… Bin froh das ich mit denn nix mehr zu tun habe… Freundin von mir hat auch nur Probleme mit denn hat gekündigt und jetzt sagen sie das sie denn sat Receiver nicht bekommen habe ob wohl ich selber mit auf der Post war das Teil verschickt… Das ist Verein ohne worde

  6. Ulrich Döres sagt:

    Christian, das kann doch nicht wahr sein. Der Email-Verkehr ist wirklich kein Fake? Das können die doch nicht ernsthaft so schreiben. Da muss unser Bundesliga-Abo wohl noch ne Weile warten….

  7. holger sagt:

    Ich denke, dass die Mail ein Fake sein könnte, denn Unternehmen dieser Art klicken lassen die Mails (von atypisch Beschäftigten ?) billig aus Satzbausteinen zusammenklicken- und verwendet keine Manpower um solche (individuellen und somit zeitintensiveren) Schreiben erstellen zu lassen

  8. Ingo sagt:

    Ganz ehrlich. Genau das passiert wenn man Leute für Mindestlohn einstellt, den Kunden nicht informiert und jeden Trottel weil er in der Telefonie keine guten Werte hat in die Dokumentenvearbeitung steckt.
    Und nicht zu vergessen das wenn man am Tag 50-80 Calls hat und 90% davon nur das Thema Bundesliga ist und einen 30% davon nur Anmaulen,Anschreien oder beleidigen.

    Als wenn Fußball wichtig wäre…….

  9. Ben sagt:

    Das ganze ist doch ein FAKE!!!

  10. Sven sagt:

    Vielen Dank für den sehr informativen Artikel. Sky war in der Endkundenkommunikation leider noch nie sehr seriös. Habe letzte Woche auch aus den gleichen Gründen gekündigt und bekomme nur Standardschreiben zurück. Am Telefon wollte man mich belehren das ich meinen „Gehirnfurz“ vergessen sollte und man mich bei der Schufa melden werde, da ich der Lastschrift mit der Sonderkundigung widersprochen hatte… ohne Worte!

  11. Daniel sagt:

    Wundert mich in keinster Weise.
    Ich durfte diesen Laden als freier Mitarbeiter mit verbindlicher Zusage für einen Arbeitsvertrag kennen lernen.

    Daraus entwickelte sich eine unglaubliche Posse, mit allem drum und dran über 4 Monate. Am Schluss musste der Betriebsrat feststellen, dass er belogen und sogar gegen mich instrumentalisiert wurde.

    Dieser herabwürdigende Umgangston schlug mir dann auch auf diversen Kanälen entgegen. Nicht vom unterbezahlten Service Sklaven, das kam aus dem oberen Management.

    Meiner Erfahrung nach ein juristisch höchst bedenklicher Laden, der mit Einschüchterung und Bemerkungen á la „bewundernswert, wie sich juristisch unfähig Laien wie DU, ihnen gefällige Lügen in unseriösen Internet Foren zusammen suchen. Ein Arbeitsvertrag käme ausschließlich schriftlich zustande. Nicht etwa durch Anwesenheit zum vereinbarten Starttermin des Vertrages… ich hatte 4 (!!)solcher Vertragsstartdaten.

    Dumm nur, dass mein „Forum“ die Anwaltshotline meiner Rechtsschutzversicherung war.

    Lange rede, kurzer Sinn: nach Kenntnisnahme dieses unverschämten Gebarens dieses Unternehmens überlege ich gerade – einfach zum Spaß – doch noch auf Anstellung zu klagen.

    Arbeiten wollen würde ich da garantiert nicht mehr!

  12. DXler sagt:

    Im Video sagt Herr Solmecke, das die DFL den Wettbewerb zwischen mehreren Rechteinhabern haben wollte.

    Das stimmt so nicht.

    Das Bundeskartellamt wollte das so und die DFL musste das dann so „umsetzen“.

    In dem Bericht der FAZ ( http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/bundesligarechte-sky-beschwerde-gegen-kartellamt-steht-vor-dem-scheitern-15000176.html ) wird darauf eingegangen.

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