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Kündigung wegen SMS-Versand setzt Abmahnung voraus

Arbeitsgericht Frankfurt a. M.: In 22 Monaten 16.000 private SMS vom Diensthandy verschickt – Kündigung durch den Arbeitgeber trotzdem unwirksamIn dem vom Arbeitsgericht Frankfurt zu entscheidenden Kündigungsschutzverfahren hatte ein Arbeitnehmer einer Tochtergesellschaft der Lufthansa in 22 Monaten von seinem Diensthandy 16.000 SMS versendet. Der Arbeitgeber entstand hierdurch ein wirtschaftlicher Schaden in Höhe von 2.500 €.

Das Arbeitsgericht Frankfurt erachtete die vom Arbeitgeber ausgesprochene Kündigung dennoch als unwirksam. Begründet wurde diese Auffassung des erkennenden Gerichts trotz des hohen Schadens damit, dass der Arbeitgeber den Arbeitnehmer trotz des langen Zeitraums von 22 Monaten nicht abgemahnt hatte. Nach Ansicht des Gerichts hätte dem Arbeitnehmer vor der Kündigung die „Gelbe Karte“ gezeigt werden müssen.

Quelle : Arbeitsgericht Frankfurt am Main, Urteil vom 24.9.2010 – 24 Ca 1697/10

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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