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Konzept für Jugendkanal von ZDF und ARD zugestimmt

Es war ein Wunschprojekt von ARD und ZDF: ein gemeinsamer trimedialer Jugendkanal. Doch die Ministerpräsidenten der Länder einigten sich darauf, dass der Sender nur im Internet senden soll. Jetzt haben öffentlich-rechtlichen Rundfunkräte dem Konzept zugestimmt.

Sowohl der Rundfunkrat des SWR, der bei dem Projekt auf ARD-Seite federführend ist, als auch der ZDF-Fernsehrat haben dem Konzept für das Junge Angebot zugestimmt.

© Martin Schumann - Fotolia.com

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Mit Jugendkanal Akzeptanzlücke schließen

Der Jugendkanal soll vor allem die Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen ansprechen. Dabei lege man den Fokus auf Wissen, Information, Service, Fiktion und Comedy. Einige der für das junge Angebot konzipierten Inhalte sollen dann auch in der ZDF-Mediathek veröffentlicht werden. So wolle man eine „ Akzeptanzlücke“ schließen und einen „Verjüngungseffekt für das ganze Haus erreichen“, so ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut.

Meinungsbildung stärken

Vor allem plane man, dass die Zielgruppe bei den neuen Angeboten mitwirken und mitreden können. So ergänzte Bellut: „Das Angebot bietet jungen Menschen die Möglichkeit, sich eine eigene Meinung zu bilden, sich über aktuelle Themen mitzuteilen und gehört zu werden.“

Ökonomische und inhaltliche Unabhängigkeit

Die Vorsitzende des SWR Rundfunkrats Margit Rupp sagte dazu: „Jungen Menschen müssen wir eine klare Alternative bieten zu den bestehenden Inhalten im Netz mit meist kommerzieller Ausrichtung. Durch die ökonomische und inhaltliche Unabhängigkeit wird sich das Junge Angebot klar von Geschäftsmodellen anderer Anbieter unterscheiden. Es verfolgt den Anspruch, identitäts- und demokratiestiftend sowie meinungsbildend zu wirken. Es wird den gesellschaftlichen Diskurs fördern und dazu beitragen, junge Menschen zu gesellschaftlicher Teilhabe zu befähigen.“

Man wolle auch die Inhalte auf Drittplattformen wie Youtube oder Instagram verbreiten, so die Meldung des ZDF weiter. „Unsere Zielgruppe sucht im Netz nicht gezielt nach Angeboten der öffentlich-rechtlichen Sender. Darum müssen wir auch dort präsent sein, wo die Nutzer sind“, so Bellut. (COH)

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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