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Kika-Skandal: Berliner Produzent erhält zwei Jahre auf Bewährung

Der ehemalige Geschäftsführer einer Berliner Produktionsfirma ist wegen seiner Beteiligung am Millionenbetrug beim ARD/ZDF-Kinderkanal Kika zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Das Erfurter Landgericht sprach ihn wegen Bestechung und Beihilfe zur Untreue schuldig, so ein Bericht der „taz“. Der Ex-Geschäftsführer hatte sich selbst angezeigt und entgeht daher einer Gefängnisstrafe. Die Staatsanwaltschaft hatte auf zwei Jahre und zehn Monaten Haft plädiert.

In Absprache mit dem bereits verurteilten Herstellungsleiter hatte der Angeklagte dem Sender Scheinrechnungen gestellt. „Ich habe viele Menschen enttäuscht und großen wirtschaftlichen Schaden angerichtet, was mir sehr leidtut und wofür ich mich schäme“, so der Angeklagte nach Angaben der „taz“.

Von 2005 bis 2010 wurden fingierte Rechnungen über insgesamt 4,6 Millionen Euro gestellt. Ein Großteil des veruntreuten Geldes wurde vom früheren Kika-Manager eingestrichen, der nach Ansicht des Gerichts auch die Taten gesteuert habe. Das Motiv des nun verurteilten Komplizen sei die „finanzielle Schieflage“ der Produktionsfirma gewesen. Im Zusammenhang mit dem Betrugsskandal laufen gegen elf weitere Personen Ermittlungsverfahren, so die Staatsanwaltschaft laut der „taz“. Immer Sommer 2011 wurde der ehemalige Kika-Manager zu fünf Jahren und drei Monaten Haft verurteilt.

 

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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