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Kika-Betrug: Versicherung zahlt teilweise Schaden

Im Zuge des Betrugskandals beim Kinderkanal KiKA hatten MDR und ZDF eine Schadensbilanz von 8,9 Millionen Euro ermittelt. Die MDR-Intendatin Karola Wille hat nun im Rahmen ihrer 100-Tage-Bilanz vermeldet, dass eine Schadensbegrenzung geglückt sei. Nach längeren Verhandlungen seien rund eine Millionen Euro von der Vertrauensschadenversicherung zugesichert worden, so eine Meldung des MDR.

Dies entspreche rund 11% der Schadenssumme, die zu gleichen Teilen der ARD und dem ZDF gehören, so das Branchenmagazin „Digitalfernsehen“ unter Berufung auf Informationen der Tageszeitung „Der Westen“. Wille möchte allerdings das Geld wieder dem KiKa zukommen lassen und habe vorgeschlagen, das Geld in eine neue Staffel der Kinderserie „Schloss Einstein“ zu investieren, so die Meldung des MDR.

Beim MDR habe man sich aufgrund des KiKA-Betrugfalls dazu entschieden, künftig nicht mehr mehrere Funktionen in einer Person zu bündeln: Bedarfsanmeldung, Beschaffung, Prüfung der Leistungen und Zahlungsfreigabe seien nun strikt getrennt, so die Meldung weiter. Zudem werde ein eigenes Controlling beim KiKa eingeführt.

Der MDR habe allerdings, auch im Hinblick auf die Affäre um Ex-Unterhaltungschef Udo Voigt, mittlerweile alle Schwachstellen aufgedeckt und beseitigt.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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