Allgemein

Kika-Affäre: Frank Beckmann muss 30.000 € zahlen

Der ehemalige Programmgeschäftsführer des Senders Kika, Frank Beckmann, muss wegen angeblicher Veruntreuung von Geldern 30.000 Euro Strafe zahlen. Im Gegenzug stellt die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen ein.

Nach Angaben des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ habe sich Beckmann mit der Staatsanwaltschaft Erfurt darauf geeinigt. Beckmann war im Zuge der Korruptionsaffäre bei dem von ARD und ZDF betriebenen Kindersender Kika ins Visier der Ermittler geraten. Der jetzige NDR-Fernsehdirektor wurde verdächtigt, Gelder veruntreut und diese für die Finanzierung seiner Abschiedsfeier verwendet zu haben.

© zimmytws - Fotolia.com

© zimmytws – Fotolia.com

In einer persönlichen Stellungnahme schrieb Beckmann damals zu den Vorwürfen: „Bei der Veranstaltung handelt es sich vermutlich um das Sommerfest, zu dem regelmäßig externe Gäste sowie Kika-Mitarbeiter im Anschluss an die Kika-Sommertour eingeladen wurden. Im Rahmen dieser Veranstaltung jedenfalls wurde ich verabschiedet und Herr Kottkamp als mein Nachfolger vorgestellt.“

„Schlusstrich ziehen“

Gegenüber dem Branchenmagazin DWDL.de beteuerte Beckmann weiterhin seine Unschuld, sagte aber, er wolle das Bußgeld akzeptieren. So sagte er: „Erstens bin ich jetzt fünf Jahre lang nicht mehr beim Kika, seit fast drei Jahren wird jetzt von der Staatsanwaltschaft zum Kika ermittelt. Das ist ein sehr langer Zeitraum und ich möchte endlich einen Schlussstrich ziehen, damit ich mich ganz meinen jetzigen Aufgaben widmen kann.“ Zudem werde, auf seinen Vorschlag hin, ein Teil des Bußgeldes dem Kika zur Verfügung gestellt.

Nach Angaben des Spiegels sei der strafrechtliche Part der Kika-Affäre für Beckmann durch die Zahlung der Geldbuße jedoch noch nicht abgeschlossen, da der MDR auch zivilrechtlich gegen den ehemaligen Programmgeschäftsführer vorgehen könne.

Beckmanns Vertrag als NDR-Programmdirektor läuft zum 31.10.2013 aus. Laut einem Sprecher des NDRS wolle Intendant Lutz Marmor Beckmann trotzdem für eine Wiederwahl zum Fernsehdirektor vorschlagen, so die Angaben des Spiegels.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

Gefällt Ihnen der Artikel? Bewerten Sie ihn jetzt:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)

RSSKommentare (0)

Kommentar schreiben

Kommentar schreiben

Mit dem Absenden des Kommentars erklären Sie sich mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden.