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Google fördert Forschungsinstitut

Wo man früher schwere Lexika wälzen musste, genügen heutzutage ein paar kurze Klicks im Internet um an die benötigten Informationen zu kommen. Insofern ist es gar nicht so abwegig, dass Google nun ein wissenschaftliches Forschungsinstitut für Internet und Gesellschaft fördert.

Für das von der Humboldt-Universität zu Berlin (HU), der Universität der Künste Berlin (UdK) sowie dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) initiierten Projekt stellt Google für die ersten drei Jahre insgesamt 4,5 Millionen Euro zur Verfügung. Weitere Förderer und Kooperationspartner sollen möglichst bald gefunden werden.

 

Unabhängigkeit gewährleistet

Zwar wird das Institut von Google finanziert, in seiner Organisation und der wissenschaftlichen Arbeit ist es aber autonom. Um die Unabhängigkeit zu sichern sind von Beginn an zwei Gesellschaften für die Realisierung des Projekts verantwortlich: „Eine Fördergesellschaft gewährleistet die Finanzierung des Instituts; das unabhängige Institut als Forschungsgesellschaft bestimmt die Inhalte und Ziele. Ein wissenschaftlicher Beirat wird die Forschungsarbeit des Instituts kritisch begleiten“, heißt es in der Presseerklärung des Instituts für Internet und Gesellschaft.

Laut einem Bericht von heise online sagte HU-Präsident Jan-Hendrik Olbertz, dass es „keine Geheimverträge“ und „keine Nebenabsprachen“ geben werde: „Google kriegt kein Forschungsinstitut, aber ohne Google hätten wir diese Zusammenarbeit nicht aufrufen können.“

 

Forschungsschwerpunkt

Das Institut sieht seinen Forschungsschwerpunkt in der Frage, wie das Internet die Gesellschaft, Wissenschaft, Politik und Wirtschaft verändert. Dabei gehe es nicht nur darum,  die Auswirkungen des Internets auf die Gesellschaft besser zu verstehen, sondern auch allen Schichten die Mitgestaltung der digitalen vernetzten Zukunft zu ermöglichen. Zudem werde ein Dialog zwischen Wissenschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Privatwirtschaft angestrebt.

Mit Prof. Ingolf Pernice (HU), Prof. Thomas Schildhauer (UdK) und Dr. Jeanette Hofmann (WZB) stellen die drei Institutionen jeweils einen Direktor. Hinzu kommt Dr. Wolfgang Schulz vom Hamburger Hans-Bredow-Institut für Medienforschung (HBI), das als Kooperationspartner von Anfang an beteiligt ist. Insgesamt werden vier Themengebiete erforscht: Innovation (Schildhauer), Internet Politik (Hofmann), Rechtsphilosophie und Verfassungsrecht (Pernice) sowie Media Governance (Schulz).

Das Institut soll Ende Oktober 2011 offiziell in Berlin eröffnet werden.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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