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GEZ 2012: Sender bekamen 41 Millionen Euro weniger

Seit dem 01.01.2013 gilt die GEZ-Reform. Statt einer geräteabhängigen Rundfunkgebühr gibt es nun eine generelle Haushaltsabgabe. Anstelle der ehemaligen Gebühreneinzugszentrale (GEZ) ist nun der Beitragsservice für die Abwicklung des Rundfunkbeitrags zuständig. Nun hat die GEZ ihren Jahresbericht 2012 vorgelegt.

Aus den Zahlen geht hervor, dass ARD und ZDF im vergangenen Jahr auf rund 41 Millionen Euro verzichten mussten. Insgesamt flossen 2012 7,49 Milliarden Euro in die Kassen der Sender. 2011 waren es noch rund 7,53 Milliarden Euro. Dies bedeutet einen Rückgang um 0,54 %. Generell sei seit 2008 ein Rückgang der Gesamterträge zu verzeichnen, bis 2007 habe es stets einen Anstieg der Erträge gegeben, so die Angaben im GEZ-Jahresbericht 2012. Lediglich 2009 habe man einen Anstieg der Gesamterträge verzeichnen können, was allerdings in der Erhöhung der Beiträge begründet war. Nach Angaben der GEZ sei für die rückläufige Tendenz die abnehmende Geräteentwicklung verantwortlich. Es bleibt nun abzuwarten, ob mit dem Wechsel von der geräteabhängigen Abgabe zur Haushaltsabgabe nun mehr Einnahmen in die Kassen fließen werden.

©-www.choroba.de-Fotolia

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Trotz GEZ-Reform keine Mehreinnahmen erwartet

Generell erwarten die öffentlich-rechtlichen Sender jedoch keine Mehreinnahmen, denn das geräteunabhängige Beitragsmodell würde für rund 90 % der privat angemeldeten Rundfunkteilnehmer keine Veränderung bedeuten, so der Geschäftsführer der GEZ Dr. Stefan Wolf im Vorwort des Jahresberichts. Allerdings bleibe auch abzuwarten, ob die Debatten um Grundsatz- oder Einzelfragen der Neuregelung zu weiterem Anpassungsbedarf und damit zu neuen Herausforderungen für den Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio führen könnten, so Wolf weiter.

Den ganzen Jahresbericht finden Sie hier

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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